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Preis geht an Bio Innovation Park Rheinland: Bei Anruf Auszeichnung

Preis geht an Bio Innovation Park Rheinland : Bei Anruf Auszeichnung

Kein Vermarkten um jeden Preis: Der „Bio Innovation Park“ in Meckenheim und Rheinbach heimst den Nachhaltigkeits-Preis beim Ideenwettbewerb der NRW-Bank ein.

Mit einem Anruf kündigt sich bei Meckenheims Wirtschaftsförderer Dirk Schwindenhammer ein Paket an. Inhalt: Freudig überrascht kann er – stellvertretend für den Bio Innovation Park Rheinland – den ersten Preis des Ideenwettbewerbs für Kommunen der NRW-Bank auspacken – dotiert mit 30 000 Euro. Die Kommunen Meckenheim und Rheinbach hatten sich gemeinschaftlich um die Auszeichnung beworben. „Natürlich hatten wir auf einen Preis gehofft. Über den ersten Preis freuen wir uns umso mehr“, sagte der Wirtschaftsförderer.

„Das ist nicht nur ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, konstatierte Bürgermeister Holger Jung. Es sei Beleg dafür, dass sich Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz auszahlten. Sein Amtskollege Ludger Banken sah die Auszeichnung als weiteren erfolgreichen Schritt, „die Region mit den Städten Meckenheim und Rheinbach als maßgeblichen Standort der Bioökonomie zu etablieren“. Denn: Die Vermarktung des Unternehmerparks folgt klaren, in der Vergangenheit intensiv diskutierten, nachhaltigen Zielen. So stellten die Kommunen beispielsweise Ansiedlungskriterien fest oder für den ressourcenschonenden Umgang mit Flächen bis zum Bauen mit Holz sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien. Denkbar sind etwa Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Wänden, grüner anstatt fossilem oder atomarem Strom, Geothermie, energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe oder Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung.

 Bio-Innovation-Park-Geschäftsführer Dirk Vianden dankte für das Engagement der beteiligten Städte sowie des ehemaligen Bürgermeisters Bert Spilles, der seit Kurzem als Vorsitzender des Vereins Bio Innovation Park firmiert. „Wir wollen uns hier einbringen“, sagte Vianden, „damit sich im Unternehmerpark die Kräne im Sinne der Nachhaltigkeit drehen können.“ Heutzutage seien Unternehmen stolz darauf, zur Nachhaltigkeit beizutragen, erklärte Rheinbachs Erster Beigeordneter Raffael Knauber.

Als Demonstrationsprojekt einer möglichst nachhaltigen und dennoch attraktiven Bauweise steht in dem Gewerbepark die sogenannte „Work-Box“. Für dieses von jungen Forschern  erbaute Gebäude  hatte die Stadt Meckenheim als Partner des Forschungsprojektes „Kompetenzschwerpunkt biobasierte Produkte – Teilprojekt Baustoffe“ ein rund 5000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung gestellt. Langfristiges Ziel ist es, dort das NRW-Kompetenzzentrum für innovative Baustoffe zu etablieren. Zur Verwendung des Preisgelds hüllten sich die Gewinner in Schweigen. „Es wird im Sinne der Nachhaltigkeit verwendet werden“, verriet Jung.