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Alter Sportplatz wird Bauprojekt: Ausschuss stimmt Plänen für neues Quartier in Rösberg zu

Alter Sportplatz wird Bauprojekt : Ausschuss stimmt Plänen für neues Quartier in Rösberg zu

Der Stadtentwicklungsausschuss befürwortet die Pläne für ein neues Quartier in Rösberg. Dort soll auf einem alten Sportplatz eine Kita, Seniorenwohnungen und ein Supermarkt entstehen.

Die Planungen für den Bau von Kita, Seniorenwohnungen und einem Nahversorger auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes in Rösberg laufen erst einmal weiter. Im Stadtentwicklungsausschuss stimmten die Fraktionen der Beschlussvorlage der Verwaltung zu – allerdings mit zusätzlichen Wünschen. Somit soll die Verwaltung die Planungen für das Bauensemble erst einmal weiterzuführen und darüber hinaus einen neuen Aufstellungsplan für den Bebauungsplan Rb 02 mit erweitertem Plangebiet vorbereiten.

In die Entscheidung eingebunden wurden auch die besonderen Vorstellungen der Fraktionen. So sollen Ladestationen für Elektro-Autos, Carsharing (CDU), Photovoltaik und Dachbegrünung (Grüne) in den Bebauungsplan einbezogen werden. Auch ein energetisches Konzept soll erarbeitet werden. Außerdem sollen ein Kreisverkehr an der K33 und die Anzahl der geplanten Stellplätze überprüft werden, um eventuell freiwerdende Flächen dem Bürgerpark zuzuschlagen.Wichtig war den Mandatsträgern, dass die Verwaltung eine Risikoabschätzung über eine mögliche Teilung der Bauleitplanung abgibt.

Um die Unterteilung zwischen den Planungen für Kita samt Seniorenwohnungen und Nahversorger drehte sich die fast einstündige Diskussion ebenfalls. Einig waren sich Verwaltung und Mandatsträger über die Priorität eines zügigen Kita-Ausbaus. Peter Tourné (SPD) wollte die Entscheidung im Ausschuss zunächst zurückstellen – solange keine Marktanalyse zur Rentabilität des Supermarktes vorliege und es keine Bürgerversammlung gegeben habe. Argumente, die der Erste Beigeordnete Manfred Schier so nicht gelten lassen wollte. „Nach einer Entscheidung für die Planung kann solch eine Analyse immer noch durchgeführt werden.“ Madeleine Will vom Seniorenbeirat befürwortete das Konzept, zumal ihre Organisation den geplanten Bürgerpark vorgeschlagen habe. „Allerdings dürfen die Wohnungen nicht zu teuer sein.“

Nahversorgung und Kitapläne in Rösberg sollen ein Planungspaket werden

Als ein Paket wollte Hans Gerd Feldenkirchen das Konzept verabschiedet wissen. „Seit zehn Jahren wird immer wieder gesagt, dass wir für die Nahversorgung in kleinen Orten nichts tun. Das Projekt ist ein Segen für die Höhenorte. Von einer Kita über Seniorenwohnungen bis hin zu einem Nahversorger ist alles enthalten“, kritisierte der UWG-Politiker die Vorbehalte der SPD zum Supermarkt.

Dem stimmte Franz Klein (CDU) vorbehaltlos zu. „Wenn wir die Kita vorziehen, befürchten wir, dass die anderen Bereiche nicht mehr stattfinden.“ Mehrfach wurde am Donnerstag eine Teilung der Planung zwischen Kita/Seniorenwohnungen und Supermarkt diskutiert – eine Vorstellung, bei der Schier deutlich machte, dass eine solche Teilung zwei Planverfahren zur Folge hätte, was wesentlich aufwändiger wäre. So wäre unter anderem das Energiekonzept zweigeteilt.“ Das wollten die Grünen auf keinen Fall. „Wir dürfen nichts beschließen, was den Ausbau der Kita verlangsamt“, so Fraktionsmitglied Markus Hochgartz.