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Bornheim: Frau von ehemaligem Spargelbauern Claus Ritter in Zwangshaft

Insolventer Spargelbauer aus Bornheim : Sabine Ritter ist nun ebenfalls in Zwangshaft

Sabine Ritter, die Frau des ehemaligen Spargelbauerns Claus Ritter, ist als Mitinhaberin des insolventen Betriebs aus Bornheim in Haft. Ihr Ehemann sitzt bereits seit August in der Kölner JVA.

Sabine Ritter, Frau des ehemaligen Bornheimer Spargelbauern Claus Ritter und Mitinhaberin des gemeinsamen Betriebs, befindet sich seit Montagmittag in Haft: Aufgrund eines Haftbefehls des Insolvenzgerichts Bonn vom 28. Oktober wurde sie von der zuständigen Gerichtsvollzieherin verhaftet, wie Amtsgerichtsdirektorin Birgit Niepmann am Montagabend bestätigte. Sie befindet sich ebenso wie ihr Mann in der Justizvollzugsanstalt Köln. Das Ehepaar sitzt in einer sogenannten Zwangshaft, weil es dem Insolvenzverwalter im Rahmen des Verfahrens Angaben verweigert hat. Die beiden sollen durch die Haft dazu gebracht werden, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen.

 Claus Ritter befindet sich bereits seit August in Haft: Nachdem das Ehepaar im Sommer offenbar komplett unvorbereitet und ohne jegliche Unterlagen zu einer Anhörung mit dem zuständigen Rechtspfleger und Insolvenzverwalter Andreas Schulte-Beckhausen erschienen war, wurde der bekannte Bornheimer Bauer direkt nach dem Termin von Justizbediensteten in eine Arrestzelle gebracht und anschließend per Gerichtsbeschluss in die JVA Ossendorf gebracht.

Gegen den Betrieb des ehemaligen Vorzeigelandwirts aus dem Vorgebirge läuft seit Anfang März ein Insolvenzverfahren. Auf rund 40 Hektar baute Ritter bis dahin Spargel an, auf weiteren rund 85 Hektar Erdbeeren. Auch, wenn die Anbaufläche zum größten Teil gepachtet war, gehörte der Betrieb damit wohl zu den größten Produzenten der Region. Neben den knapp 30 festangestellten Mitarbeitern soll Ritter in der Hauptsaison bis zu 500 meist südosteuropäische Erntehelfer beschäftigt haben. Nach der Verhaftung ihres Mannes hatte Sabine Ritter zunächst Kooperationsbereitschaft signalisiert. Die befand das Insolvenzgericht nun offenbar als nicht ausreichend.