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Bornheim: Guido Schiefen und Alfredo Perl spielten Werke von Beethoven

Championsleague der Musik in Bornheim : Musiker-Duo spielte Werke von Beethoven im Rathaus

Der Cellist Guido Schiefen und der Pianist Alfredo Perl gaben am Wochenende im Bornheimer Rathaus zwei umjubelte Konzerte. Sie begeisterten mit verschiedenen Werken des Ludwig van Beethoven.

Anlässlich seines 250. Geburtstages brachten Guido Schiefen und Alfredo Perl Ludwig van Beethoven am Wochenende mit in den Ratssaal. Das Geburtstagskind habe den Blick auf das Cello revolutioniert. Damals hätten die Musiker das Instrument zur Begleitung zum Klavier gespielt, aber es nicht in den Vordergrund rücken lassen.

„Deswegen lieben wir Beethoven“, sagt Cellosolist Guido Schiefen. Er präsentierte zusammen mit dem chilenischen Pianisten Alfredo Perl am Samstag- und am Sonntagabend im Rathaus die fünf Cellosonaten, die Beethoven im Laufe seines Lebens komponierte. Diese sorgten laut Schiefen dafür, dass sein geliebtes Instrument gleichberechtigt gegenüber anderen wurde. Bei diesem Konzert durfte das Publikum auf ihrer musikalischen Reise in die Vergangenheit die Entwicklung und die sogenannten Schaffensphasen Beethovens durch die Klänge hautnah miterleben.

Während seinen beiden ersten Sonaten (Opus 5) typische Frühwerke des jungen, provokanten Klaviervirtuosen sind, ist die große A-Dur-Sonate (Opus 69) eines der Hauptstücke der Lebensmitte und die beiden Sonaten (Opus 102) läuten dann die späte Schaffenszeit ein. Diese lösten damals noch bei den Zeitgenossen Irritation und Befremden aus. „Hausherr“ Bürgermeister Wolfgang Henseler habe schon oft dem Cellisten Schiefen zugehört und war daher in der Funktion als Vorsitzender des Bornheimer Kulturforums mächtig stolz, dass sie solche Berühmtheiten zu Gast hatten.

Alfredo Perl gilt als einer der weltbesten Beethoveninterpreten. Er gewann diverse Preise in Klavierwettbewerben und wurde 2015 mit dem Echo Klassik in der Kategorie Kammermusikeinspielung des Jahres ausgezeichnet. Auch Guido Schiefen ist ein mehrfach ausgezeichneter Musiker. Er gewann zum Beispiel 1990 den internationalen Tschaikowsky-Preis. „Das ist sozusagen die Championsleague“, sagt Henseler.

Das Kulturforum will das Kulturangebot der Stadt ergänzen: „Schließlich wollen wir für ein solches Angebot nicht immer nach Bonn oder Köln fahren müssen“, betont Henseler.