Fall aus Bornheim-Widdig Mann in Wohnung festgehalten, bedroht und verletzt

Bornheim-Widdig · Ein Mann wurde am Dienstagabend von mehreren Männern in einer Wohnung in Bornheim festgehalten, bedroht und verletzt. Gleichzeitig wurde aus seiner Wohnung in Köln Bargeld gestohlen. Die Polizei bittet um Hinweise.

 Ein 32-Jähirger wurde in Bornheim in einer Wohnung festgehalten und verletzt. (Symbolfoto)

Ein 32-Jähirger wurde in Bornheim in einer Wohnung festgehalten und verletzt. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Daniel Vogl

Ein 32-Jähriger ist am Dienstagabend von mehreren Tatverdächtigen in einer Wohnung in der Römerstraße in Bornheim-Widdig festgehalten und verletzt wurden. Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung am Mittwoch mit.

Demnach hatte der Mann den Notruf gegen 22 Uhr gewählt und angegeben, in der Wohnung seines 40-jährigen Bekannten über einen längeren Zeitraum von bis zu acht Männern festgehalten, verletzt und bedroht worden zu sein. Laut der Polizei seien die Tatverdächtigen bereits am Nachmittag in die Wohnung gekommen und hatten auch den 40-Jährigen bedroht.

Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der 32-Jährige Geldschulden bei einem der Tatverdächtigen hatte. Während er in der Bornheimer Wohnung festgehalten wurde, betraten einige der Männer die Wohnung des 32-Jährigen in Köln und entwendeten dort Bargeld. Anschließend verließen die Verdächtigen die Wohnung des 40-Jährigen.

Zeugen, welche die Tatverdächtigen in der Wohnung in Bornheim beobachtet haben könnten, sollen sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0228/150 oder per E-Mail an KK14.Bonn@polizei.nrw.de melden.

Einen Zusammenhang mit den Entführungen und Explosionen in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen gebe es bei diesem Fall nicht, hieß es von der Polizei. Ein Spezialeinsatzkommando hatte unter anderem in Köln vergangene Woche zwei Geiseln befreit, die von ihren Entführern brutal gefoltert werden. Die Taten tragen die Handschrift der niederländischen Mocro-Mafia. „Wir haben hier eine neue Dimension der Gewalt im Bereich der Organisierten Kriminalität erleben müssen, die es so hier in Deutschland meines Wissens noch nicht gegeben hat“, hatte Kriminaldirektor Michael Esser. dazu gesagt.