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Bornheim-Merten: Gesamtschule - Grüne wollen Neubau aus Holz

Neubau in Merten : Bornheimer Grüne wollen Gesamtschule aus Holz

Der Neubau der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Merten ist beschlossene Sache. Die Grünen wollen an dem Projekt nun einen Grundschatzbeschluss der Stadt umsetzen.

Der Neubau der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Merten soll nach dem Willen der Bornheimer Grünen klimafreundlich erfolgen. Nach Ansicht ihrer Ratsfraktion ist das Vorhaben bestens geeignet, um den Grundsatzbeschluss des Bornheimer Stadtrats zur Klimaneutralität anzuwenden. Dabei wollen die Grünen über Aspekte wie Beheizung, Dämmung oder Photovoltaik hinausgehen und zusätzlich auf ökologische Baumaterialien setzen.

„Wäre Beton ein Staat, stünde er bei der CO2-Emission weltweit auf Platz vier“, sagt Grünen-Mitglied Arnd Kuhn. Die Herstellung von Beton verbrauche extrem viel Energie. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Berthold Rothe, favorisiert deshalb Holz als Alternative: „Holz ist auch für größere Bauvorhaben ein bewährter Baustoff. Es ist als nachwachsender Rohstoff CO2-neutral und bindet sogar noch CO2.“ Darüber hinaus ist Rothe überzeugt, dass ein Holzbau auf lange Sicht für die Stadt wirtschaftlicher als ein konventioneller Bau sein wird.

Mehr als 50 Millionen Euro Kosten

„Zu einer realen Kostenbetrachtung gehören nicht nur der Bau, sondern auch der Betrieb, der Unterhalt bis hin zum Rückbau. Bei einem Holzbau sind die zu erwartenden Kosten während der gesamten Lebensdauer und dem Rückbau niedriger“, so Rothe. Schadstoffarme Materialien beim Innenausbau, eine naturnahe Bewirtschaftung des Regenwassers und Fahrradabstellplätze sollen den umweltfreundlichen Charakter der Schule abrunden.

Der Bornheimer Haupt- und Finanzausschuss wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Vorstoß der Grünen beschäftigen. Wie berichtet, soll die Gesamtschule in der Nähe der Mertener Stadtbahnhaltestelle einen Neubau plus Dreifachsporthalle erhalten. Die Stadt geht aktuell von Kosten in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro dafür aus.