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Bornheim reduziert den Energieverbrauch im HallenFreizeitBad

Einsparungen : Wie Bornheim den Energieverbrauch im HallenFreizeitBad reduziert

Überall sind Kommunen aufgefordert, Energie zu sparen. Bornheim hat unter anderem Maßnahmen im HallenFreizeitBad ergriffen.

Es muss überall Energie gespart werden, auch im HallenFreizeitBad (HFB) Bornheim. Einiges wurde hier schon getan. So ist nicht nur das Außenwarmbecken, das durch Beheizen einen besonders großen Energieverbrauch hat, bereits geschlossen, auch die Loftsauna ist nicht mehr in Betrieb. Zusätzliche Maßnahmen habe der Stadtbetrieb nun realisiert, informierte dessen Vorstand Ulrich Rehbann in der Sitzung des Verwaltungsrates. So bleibt die gesamte Saunalandschaft für zwei Tage in der Woche geschlossen, die Temperaturen im Springer- und Schwimmerbecken wurden von 28 auf 26 Grad reduziert. Auch bei Beschwerden werden die Entscheidungen nicht zurückgenommen, fand denn auch Bürgermeister Christoph Becker klare Worte.

Verbrauch fast auf Vor-Corona-Niveau

Der Energieverbrauch des Schwimmbades lag mit 907.000 Kilowattstunden (bis Ende September und inklusive einer Prognose bis Ende des Jahres) fast wieder auf dem Niveau in der Vor-Coronazeit 2019 mit rund eine Million Kilowattstunden. In den Monaten August bis September nutzten 6327 Erwachsene, 443 Kleinkinder, 3502 Jugendliche und 7920 Schüler aus örtlichen und auswärtigen Schulen das Hallenbad. In der Sauna waren in den drei Monaten nur 2002 Besucher anzutreffen. Das könne daran liegen, so die Begründung in der Verwaltungsvorlage, dass „der September und Oktober meteorologisch als sehr warm eingestuft wurden und somit die Gäste ausblieben“.

Neubau wird weiter geplant

Zur Sprache kam in der Sitzung auch der seit Monaten heiß diskutierte HFB-Neubau. Nach Politik und Verwaltung äußerten dazu im Oktober Bürger und Organisationen in einem separaten Workshop ihre Wünsche. „Diese zeigten, dass das Wasserflächennutzungskonzept aus den bisherigen Arbeitskreisen aus Politik und Verwaltung große Akzeptanz fand“, zeigte sich Becker zufrieden. Damit der geplante Neubau auch Thema in den Haushaltsberatungen sein kann, wird die Verwaltung als Diskussionsgrundlage zwei Planvarianten, und zwar eine Basisvariante und eine Variante mit den Ergebnissen des Workshops, erarbeiten. Völlig offen sind noch Fragen zu Technik und Betriebskosten. Unklar ist auch weiterhin, ob ein Neubau bei den permanent steigenden Baukosten überhaupt noch möglich sein wird. „Es wird Aufgabe der Politik sein zu entscheiden, was machbar ist“, so Becker.