Neueröffnung in Bornheim-Hersel Was Gäste im neuen Asia-Restaurant „XIAO“ erwartet

Bornheim-Hersel · „Ein internationales Buffet mit asiatischem Touch“ will das neue Restaurant XIAO im Herseler Gewerbegebiet bieten. Die Systemgastronomie hat aber auch Nachhaltigkeit im Blick. Was es dort gibt und wie Künstliche Intelligenz und Apps im Haus helfen.

XIAO-Geschäftsführer Patric Steinlechner am Buffet im neuen Asia-Restaurant in Hersel.

XIAO-Geschäftsführer Patric Steinlechner am Buffet im neuen Asia-Restaurant in Hersel.

Foto: Axel Vogel

Kaum öffnet sich die Tür des neuen Asia-Restaurants „XIAO“ um 12 Uhr an diesem Mittag, da strömen auch schon die Gäste in den modernen Bau im Herseler Gewerbegebiet. Dieser empfängt sie mit vielen Holz- und Glaselementen, glänzend schwarzen Möbeln, hohen Decken und warmem Licht. Seit wenigen Tagen erst serviert die Systemgastronomie an der Mainstraße 2 ihr „Erlebnis-Buffet“, aber der Andrang sei bereits groß, sagt Patric Steinlechner, Geschäftsführer der XIAO Beteiligungsgesellschaft.

Groß ist auch der Bau: Auf 1400 Quadratmeter verteilen sich mehr als 400 Sitzplätze. „Wir spielen mit verschiedenen Farben und indirekter Beleuchtung“, erklärt Steinlechner, wie es gelinge, dass trotzdem nicht das „Flair einer Bahnhofshalle“ entstehe. Vielmehr gehe es XIAO um besondere Ästhetik. So verweist er auf die im Raum hängenden Dachschindeln, die an die Hutongs von Peking erinnern sollen, und auf eine große Holzwand mit chinesischen Zeichen. Sie bedeuten entsprechend des Restaurantangebots zum Beispiel „Soße“ oder „scharf“.

Rund 200 verschiedene Gerichte biete das Buffet, an dem sich die Kunden für einen Festpreis bedienen dürfen. Der Geschäftsführer beschreibt es als „internationales Buffetkonzept mit asiatischem Touch“. So gibt es neben Pekingsuppe, Wok-Gerichten und Sushi auch Chicken-Nuggets, Pommes und Tomate-Mozzarella. An einem Live-Grill nach mongolischer Art können die Gäste sich Gerichte mit Gemüse, Fleisch, Fisch und verschiedenen Saucen zubereiten und an den Tisch bringen lassen. Abends gibt es zu einem höheren Buffetpreis auch karamelisierten Lachs, Lamm, Garnelen und Dim-Sum-Teigtaschen.

Neues Restaurant "XIAO" in Bornheim-Hersel - Bilder
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Neues Asia-Buffet-Restaurant „XIAO“ in Bornheim-Hersel eröffnet

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Den „Speckgürtel von Bonn“ im Blick

Bornheim-Hersel ist der siebte Standort von XIAO und sei baugleich mit den Restaurants in Essen und Krefeld, so Steinlechner. „Für uns war es die Entscheidung, südlicher zu gehen. Wir sind bisher sehr zentriert im Ruhrgebiet“, erklärt der Geschäftsführer die Standortwahl. Mit einem Restaurant in Pulheim sei XIAO bereits im „Speckgürtel von Köln“ vertreten: „Jetzt ist es hier der Speckgürtel von Bonn.“ Der nahe Autobahnanschluss an die A 555 mit der Ausfahrt Bornheim biete eine „sehr gute Erreichbarkeit“ und das Herseler Gewerbegebiet, das noch im Entstehen begriffen ist, wiederum auch genug Platz für Parkflächen.

Ein Kriterium für Ansiedlungen in diesem Teil des Gewerbegebiets, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bornheim entwickelt, ist das Thema Nachhaltigkeit. Was nach Unternehmensangaben auch zum Gesamtkonzept von XIAO gehört. So seien die Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, wodurch 40 Prozent des täglichen Strombedarfs des Restaurants abgedeckt würden. Darüber hinaus würden 40 Prozent der benötigten Heizenergie durch Wärmerückgewinnungsanlagen selbst produziert. Zudem arbeiten die Restaurants mit der App „Too good to go“ zusammen, über die Nutzer Essensboxen mit übrig gebliebenen Speisen vom Buffet am Abend abholen können, die sonst entsorgt würden.

Mit Waage, Kamera und Künstlicher Intelligenz gegen Verschwendung

Um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, kommt in der Küche auch Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz: Mithilfe einer Waage und einer Kamera werden Lebensmittelabfälle dokumentiert und so laut Unternehmen Einsparpotenziale ausgemacht, um Einkauf und Abläufe in der Küche anzupassen. Seit drei Jahren nutze XIAO die KI, sagt Steinlechner, wobei diese in den ersten zwei Jahren zunächst mit Daten gefüttert worden sei: Jegliche Abfälle lassen die Mitarbeiter wiegen und fotografieren und geben dann auf einem Bildschirm ein, um welche Lebensmittel es sich handelt. Inzwischen erkenne die KI die meisten Bestandteile, sagt Steinlechner und könne Gewicht und Art der entsorgten Abfälle entsprechend speichern.

In punkto Nachhaltigkeit verweist das Unternehmen auch darauf, dass mehr als 60 Prozent der Produkte vegetarisch und 30 Prozent vegan seien. Allerdings stehen am Live-Grill in Bornheim mit südamerikanischem Rindfleisch, australischem Känguru-Filet und Muscheln aus Neuseeland auch tierische Produkte zur Auswahl, die keine klimafreundliche Wegstrecke hinter sich haben.

Beim Thema Müllvermeidung will Steinlechner noch zwei andere Dinge angehen: So liefen derzeit Überlegungen zu Mehrwegstrohhalmen und dazu, die Papiersets, die auf den Tischen über das Getränkeangebot informieren, durch QR-Codes und digitale Karten zu ersetzen.

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