Lokales Engagement Fröhlicher Trubel bei der Eröffnung des Breniger Spielplatzes

Bornheim-Brenig · Das Engagement der bürgerlichen Stiftung St. Evergislus, Spenden der Bürger und anderer Stiftungen machten den Kauf neuer Spielgeräte möglich. So gelang das Projekt.

Viel Raum zum Spielen gibt es auf dem neuen Spielplatz in Bornheim-Brenig.

Viel Raum zum Spielen gibt es auf dem neuen Spielplatz in Bornheim-Brenig.

Foto: Meike Böschemeyer

Cool findet Lian den neuen Spielplatz hinter der katholischen Pfarrkirche in Brenig. Besonders das Trampolin hat es dem Neunjährigen angetan. „Wir haben zwar eins zu Hause, aber das hier finde ich fast besser, da meine Freunde und ich uns hier treffen können“, erzählte der Breniger Grundschüler.

Für ihn war es Ehrensache, dass er bei der Einweihung des sanierten Spielplatzes mit jeder Menge neuer Spielgeräte am Sonntag dabei ist. Zumal sein Vater Markus Heinz bei den Arbeiten tatkräftig geholfen hat und mit einem Minibagger die Flächen für Sandkasten und Geräte ausgehoben und später wieder verfüllt hat. Der neue Spielplatz mit Spielhäusern, Rutsche, Backtisch, Wippe, Wackeltier, Trampolin und einem Karussell kann sich sehen lassen.

Ursprünglich war das Projekt viel bescheidener

Treibende Kraft hinter dem Projekt war vor über einem Jahr die bürgerliche Stiftung Sankt Evergislus um den Vorsitzenden Jürgen Krauss. 64.000 Euro kostete die Neugestaltung des Areals an der Haasbachstraße, davon hat die Stadt 24.000 Euro bezahlt. Mehr stand im städtischen Haushalt nicht zur Verfügung. Denn ursprünglich sollten nur die maroden Pfahlhäuser ersetzt werden, von einer Umgestaltung war nicht die Rede. „Nach einem Gespräch mit der Stadt haben wir zunächst die Eltern gefragt, wie sie sich den Spielplatz vorstellen. Da kamen teure Wünsche zusammen, Geld, das die Stadt nicht hat“, gab Krauss einen Rückblick über die Projektentwicklung. Eigeninitiative war also gefragt.

Monatelang ging bei allen möglichen Veranstaltungen im Dorf der Hut herum. Daneben verzichteten einige Breniger auf Geburtstagsgeschenke zugunsten des Spielplatzes. Viel Geld landete auch im Sparschwein der Bäckerei Landsberg. Hinzu kamen Spenden von der Bürgerstiftung Bornheim, der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln und des Gewinnsparvereins der Sparda Bank West. Rund 25.000 Euro kamen dabei zusammen, 15.000 Euro erbrachte die bürgerliche Stiftung St. Evergislus zusätzlich in Eigenleistung.

Alle an einem Strang gezogen

In diesem Frühjahr gingen die Arbeiten los. Der eine oder andere Helfer nahm sich dafür sogar Urlaub. „Wenn alle in einem Ort an einem Strang ziehen, kann man etwas bewegen“, freute sich Krauss über den erfolgreichen Abschluss. Dabei dankte er noch einmal allen Brenigern, die sich praktisch und finanziell an der Umsetzung beteiligt haben. Auch die Idee der engagierten Brenigerin Iris Grosche wurde realisiert. So steht am Rande des Spielplatzes nun eine Kommunikationstafel, die Personen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, mit Hilfe von Piktogrammen den sprachlichen Austausch erleichtern soll. Ganz begeistert vom Spielangebot zeigte sich auch Bornheims stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Kretschmer. „Die Stadt hat nur eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung. Wo sie allerdings helfen kann, tut sie es gerne“, sagte die CDU-Politikerin.

Als Vorstandsmitglied der Stiftung verteilte Bruno Schrage ein Gebäck in Herzform, um zu zeigen, „dass unser Herz für Brenig schlägt“. Das ließ sich auch Luan schmecken, der das Wipptier in Beschlag genommen hatte. „Da kann man prima gymnastische Übungen machen“, schmunzelte der Neunjährige. Dass der neue Spielplatz in Zukunft bestens genutzt wird, steht für Brenigs Ortsvorsteher Wilfried Hanft außer Frage. In den letzten zwei bis drei Jahren seien immer mehr junge Familien zugezogen, die „Nachfrage ist also da“, so das SPD-Ratsmitglied.

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