Nach acht Jahren Diskussion Am Roisdorfer Bahnhof wird es endlich hell und sicherer

Bornheim-Roisdorf · Nach acht Jahren Dauerdiskussion wird es endlich Licht: Nach einer Entscheidung der Politik werden zwei Straßenlaternen bis Ende des Jahres im Bereich der Gastrokneipe „Marktschänke“ aufgestellt.

Ein Provisorium: die Straße Rosental hinter dem Roisdorfer Bahnhof.

Ein Provisorium: die Straße Rosental hinter dem Roisdorfer Bahnhof.

Foto: Axel Vogel

Manche Entscheidungen in Bornheim haben eine lange Vorlaufzeit und erfordern Geduld. So auch die Beleuchtung in der Straße Rosental hinter dem Bahnhof. Seit rund acht Jahren sind die dort fehlenden Straßenlaternen immer wieder Thema in den entsprechenden Gremien. Denn die Strecke vom ehemaligen Emka-Markt bis zur Unterführung unter den Gleisen ist stockdunkel und für Pendler und Senioren, die den Zug nach Bonn oder Köln nehmen wollen, nicht gefahrlos zu nutzen. Für den einen oder anderen ist sie sogar mit Angst besetzt.

Bisher hat die Verwaltung solche Vorstöße immer wieder abgebügelt, unter anderem mit der Begründung, dass die Straße ein Provisorium ohne Straßenbefestigung sei und die Verkehrsteilnehmer daher mit Einschränkungen zu rechnen hätten. Solch eine Einschätzung gehört nun der Vergangenheit an.

Schon 2015 gab es erste Ansätze

Noch in diesem Jahr werden für 5000 Euro zwei provisorische Straßenlaternen im Bereich der Gastrokneipe Marktschänke aufgestellt. Das entschied am Dienstag der Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungsausschuss gegen die Stimme der UWG. „Wir haben bereits zahlreiche Beschlüsse zu Beleuchtungen gefasst wie zum Beispiel 2021 die LED-Leuchten in Merten. Solche Entscheidungen sollten erst einmal umgesetzt werden, bevor wir neue treffen“, verteidigte Josef Müller die Entscheidung seiner Fraktion.

Das Votum hatte sich bereits im April im Bürgerausschuss abgezeichnet, als die Politik dem Vorstoß des ehemaligen SPD-Ratsherrn und Roisdorfer Ortsvorstehers Harald Stadler einmütig zustimmte, dass in der Straße Rosental bei der Beleuchtung etwas passieren müsse. Das Thema ist in Bornheim ein alter Hut. Schon 2015 wollte die CDU dort drei Laternen aufstellen lassen, drang mit ihrem Antrag aber erst gar nicht in den entsprechenden Ausschuss vor. Stattdessen schlug die Stadtverwaltung vor, die Straßenbeleuchtung an den Stellen im Stadtgebiet zu ergänzen, wo Gefahren im Sinne der Verkehrssicherungspflicht bestünden. Und so war es kein Wunder, dass am Dienstag nicht nur die Beleuchtung am Bahnhof thematisiert wurde, sondern die Politik auch an bereits früher gefasste und nicht umgesetzte Beschlüsse erinnerte. So kritisierte Müller, dass bereits 2017 eine Liste mit erforderlichen Straßenlaternen erstellt und ein entsprechendes Finanzbudget in den Haushalt eingestellt worden sei, aber seitdem nichts oder nur wenig passiert sei. Er sprach da ganz im Sinne aller Fraktionen, die die Verwaltung aufforderten, doch einmal zu prüfen, wo und an welchen Stellen noch „Laternen offen sind“.

„Gut Ding will Weile haben“

Dennoch zeigten sich die Kommunalpolitiker erleichtert, dass man in der Straße Rosental nun einen Schritt weitergekommen ist. Wie berichtet hatte Stadler im Bürgerausschuss daraufhin hingewiesen, dass die Stadt in dieser Strasse entgegen eigener Aussagen sehr wohl städtische Fläche besitze, auf denen sie provisorische Laternen aufstellen könnte, was die Verwaltung mit ihrer Beschlussvorlage nun bestätigte. „Es ist schön, dass eine provisorische Lösung nach acht Jahren doch noch möglich ist“, meinte denn auch Thomas Schmitz (SPD). Dem konnte Gabriele Kretschmar (CDU) nur zustimmen. „Jetzt wird der Roisdorfer Bahnhof endlich heller und sicherer. Gut Ding will Weile haben. Das sind bei der Stadt Bornheim immerhin acht Jahre“.

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