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bundesweites Projekt "Unser Schulgarten": Bornheimer Grundschüler pflanzen Schulgarten

bundesweites Projekt "Unser Schulgarten" : Bornheimer Grundschüler pflanzen Schulgarten

Pflanzen, pflegen, pflücken: Kinder der Martinus-Schule in Bornheim-Merten machen bei einem Anbauprojekt der Landgard Stiftung mit. Vom Samen zur Frucht kümmern sich die Kinder um Erdbeeren und mehr.

Holzhackschnitzel, Kompost und Hochbeeterde: Johann, Felicia und Fynn – sie sind Schüler der Martinus-Schule in Merten – haben gemeinsam mi ihren Schulkameraden der dritten und vierten Klassen 46 Säcke an Erdschichten in die beiden neuen Hochbeete gefüllt und zahlreiche Pflanzen gesetzt. Die Mertener Grundschule ist eine von 16 Grund- und Förderschulen in Deutschland, die in diesem Jahr beim bundesweiten Projekt „Unser Schulgarten“ der Landgard Stiftung mitmachen.

Landgard ist eine Erzeugergenossenschaft der Gärtner und eine der größten europäischen Vermarktungsorganisationen für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse. Die Stiftung der Genossenschaft beschafft finanzielle Mittel, mit denen hierzulande die Pflanzenzucht und der Gartenbau gefördert werden.

Für die Martinus-Schule war es das erste Mal, dass sie sich bei diesem Projekt beworben hat. Die Acht- bis Zehnjährigen setzen nach einem detaillierten Pflanzplan eine vielseitige Mischung verschiedener Obst- und Gemüsesorten in die Erde. Auch Blumen und Kräuter pflanzen die Kleinen.

Unterstützung erhalten sie dabei von ihren Lehrerinnen Gabi Nagel und Christine Girscht sowie den pädagogischen Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztags, Ruth Völker und Anne Stein. Das Projekt „Unser Schulgarten“ findet nach 2017 in diesem Jahr zum dritten Mal statt. „Wir wollen den Kindern deutlich machen, wo das Obst und Gemüse im Supermarkt herkommt“, erklärt Alexander Scheufels, Mitarbeiter im Vertrieb Genussbereich bei Landgard.

Das Bewusstsein für die Natur wecken

Als Stellvertreter des Generalbevollmächtigen Obst und Gemüse, Labinot Elshani, ist Scheufels bei der Aktion in Merten dabei. „Wir möchten bei den Kindern das Bewusstsein für die Natur wecken. Beim Anbau und der Pflege des heimischen Schulgartens lernen sie die heimische Pflanzenwelt kennen und merken ganz neben, wie lecker frisches Obst und Gemüse schmecken“, ergänzt Scheufels.

Für OGS-Mitarbeiterin Völker war es ein Glücksfall, dass sie von dem Projekt per Zufall erfahren hat, erzählt sie. „Da haben wir uns sofort beworben. Es ist unser Anliegen als Schule, mit den Kindern im Schulgarten regionales und saisonales Gemüse und Kräuter anzubauen. Wachstum und Gedeihen durch eigene Pflege zu beobachten, ist für die Kinder immer ein spannendes Erlebnis“.

Und die ersten Ergebnisse werden die kleinen Gärtner in den nächsten Wochen mit dem Pflücksalat und den Erdbeeren schon ernten können. Die neunjährige Johanna aus der dritten Klasse fand die Aktion prima. „Mit Erde zu tun zu haben, ist immer schön“. Da kann ihre Klassenkameradin Felicia nur zustimmen. „Ich finde Erde, die klebrig ist, einfach toll“, sagt das Mädchen.