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14-Jähriger aus Sechtem: Bornheimer ist Deutscher Juniorenmeister im Kartfahren

14-Jähriger aus Sechtem : Bornheimer ist Deutscher Juniorenmeister im Kartfahren

Während der Saison eifert Maddox Wirtz seinem Vorbild Michael Schumacher auf dem Erftlandring in Kerpen nach. Das harte Training hat ihn nun einmal mehr zum Erfolg geführt.

Für Maddox Wirtz ging ein lang gehegter Traum in Erfüllung: In seiner Klasse X30-Junior sicherte sich der 14-jährige Sechtemer beim vierten und letzten Rennen der ADAC Kart Masters zum ersten Mal den Titel Champion. Unter erschwerten Corona-Bedingungen fuhr ihn der Schüler beim Rennen im bayerischen Wackersdorf mit 20 Punkten Vorsprung und einem Doppelsieg ein.

Gefeiert wurde mit den Eltern erst auf der Fahrt nach Hause. „Der Champagner war schon kalt gestellt. Nach dem zweiten Sieg hat ein Konkurrent bei der technischen Endkontrolle angezweifelt, dass der Kart den Regularien entspricht. Das alles dauerte länger“, erklärte Vater Thomas Wirtz, der bei den alle zwei bis drei Wochen stattfindenden Rennen während der Saison als Schrauber dabei ist.

Seit acht Jahren fährt Maddox Kart, hat schon zahlreiche Siege eingefahren und Pokale abgeräumt. In der nächsten Saison startet der Neuntklässler einer Sportprofilklasse der Heimerzheimer Georg-von-Boeselager-Sekundarschule als Rookie (Neuling/Grünschnabel) in der Seniorenklasse.

20.000 Euro für eine Saison

Der Kartsport ist ein teures Hobby, für das die Familie trotz verschiedener privater Sponsoren und der Förderung durch den ADAC Nordrhein mit 20.000 Euro pro Saison tief in die Tasche greifen muss. „Wegen der Pandemie war es eine schwierige Saison, und ich durfte mir keine Fehler erlauben“, bilanzierte Mad­dox, der zwischen den Rennen hart trainiert hatte.

Und wie sein Rennsport-Vorbild, der ehemalige Formel-1-Pilot Michael Schumacher, dreht der Sechtemer auf dem Erftlandring in Kerpen seine Runden. Dort hat Maddox 2014 in der Bambinischule auch seine Kartlizenz erworben. Den ersten Siegerpokal holte der damals Zehnjährige in der Bambiniklasse. „Man lebt mit der Gefahr und darf keine Angst haben“, sagt der Nachwuchsrennfahrer.