Einsatz hat sich gelohnt Dank einer Bornheimer Mutter ist ein Spielplatz nun auch für ältere Kinder interessant

Bornheim · Der Botzdorferr Spielplatz „An der Profffläche“ lockte bislang vor allem Kinder unter sechs Jahren an. Dank des Engagements eine Bornheimer Mutter gibt es aber nun eine neue Attraktion - und die begeistert auch Grundschüler.

Ein neues Gerät, und schon macht der Spielplatz auch älteren Kindern wieder Spaß. Lena Kraus (dritte von links) hat sich dafür eingesetzt.

Ein neues Gerät, und schon macht der Spielplatz auch älteren Kindern wieder Spaß. Lena Kraus (dritte von links) hat sich dafür eingesetzt.

Foto: Axel Vogel

Hannes, Hedda und Pia hangeln sich sicher und gekonnt von Strebe zu Strebe. Das Klettergerüst mit Hangelbogen auf dem kleinen, aber feinen Spielplatz „An der Profffläche“ ist funkelnagelneu, erst vor einigen Wochen installiert. Seitdem gehen auch die neunjährige Pia und ihre Freundin Alina wieder häufiger dort zum Spielplatz, der der einzige im Bornheimer Ortsteil Botzdorf ist. Dass es dort jetzt auch ein spannendes Klettergerüst für ältere Kinder wie sie gibt, verdanken die beiden Mädchen Pias Mutter Lena Kraus, die seit 2021 für die Anschaffung eines neuen Gerätes gekämpft hat. Am Dienstag wurde es im Beisein von Vertretern der Stadt und gemeinsam mit den Sponsoren der Öffentlichkeit vorgestellt.

Schlicht und einfach langweilig

Den Spielplatz gibt es schon lange. Bisher bot er allerdings mit Sandkasten, Netzschaukel, Aluminium-Rutsche und Klettergerät nur Spielmöglichkeiten, die sich eher an Kinder zwischen einem und sechs Jahren richten. Für Grundschüler gab es hier keine Attraktionen. „Es war schlicht und einfach langweilig“, fand auch Lena Kraus damals. Dabei mögen ihre Kinder Spielplätze. Ihre mittlerweile sechsjährigen Zwillinge lieben wie ihre ältere Schwester Hangelgeräte. Diese Leidenschaft konnte das Trio bisher aber nur an seiner Grundschule ausleben. Das brachte Lena Kraus aber auf die Idee, solch ein Gerät für den Botzdorfer Spielplatz anzuschaffen.

Im Mai 2021 wandte sich die Bornheimerin mit einer entsprechenden Anfrage an den Jugendhilfeausschuss. Die Antwort war ernüchternd. Die Stadt gab zu verstehen, dass sie den dortigen Sandkasten im Rahmen des Spielflächenentwicklungsplanes mit einer Umrandung und einem Spielhaus zwar optimieren wolle – was 2023 auch geschah, – für weitere Geräte sei aber kein Geld da. Daraufhin wollte Kraus Spendengelder akquirieren. Was dann ebenfalls nicht möglich war. „Da ich als Privatperson keine juristische Person bin“, erklärte sie den Sachverhalt. Da sprang der Stadtjugendring ein, der sich um Spenden bei der Kreissparkasse Köln, der Volksbank und der Bürgerstiftung Bornheim bemühte.

Ein paar Wünsche sind noch offen

Mit Erfolg: 7000 Euro kamen zusammen, den Löwenanteil von 5000 Euro trug die Bürgerstiftung bei. Die Anschaffung des gewünschten Gerätes war zwar mit 8000 Euro ein wenig teurer als ursprünglich geplant, den Differenzbetrag übernahm dann aber die Stadt. Dass sich die Kosten für das neue Gerät gelohnt haben, zeigte die Freude bei den Kindern der Familie Kraus. Alle drei finden das neue Gerät super. Aber ein paar Wünsche haben sie immer noch: „Es könnte hier noch mehr Action sein. Zum Beispiel wären mehr Hubbel bei der Rutsche schön. Auch eine Kletterwand wäre prima“, meinten die Zwillinge unisono. Weitergehende Verbesserungsvorschläge bringt auch Mutter Lena Kraus zur Sprache.

Wipptiere für die Jüngsten und eine Schaukel fände sie gut. Und: „Für den Sommer fehlen Sonnensegel als Schutz vor den Sonnenstrahlen“, sagte die Familienmutter. Die Installierung eines solchen Sonnensegels lehnte Alexander Schäfer vom Amt für Umwelt, Klimaschutz und Stadtgrün jedoch wegen des Gefährdungspotenzials und aus Sorge vor möglichem Vandalismus schon einmal ab. Aus diesen Gründen würden derartige Segel auf öffentlichen Flächen gar nicht aufgestellt. Auch dass noch weitere Spielgeräte kommen, ist für Schäfer fraglich. Denn außer dem finanziellen Aspekt gibt es zu bedenken: „Die Fläche ist relativ begrenzt.“

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