Spitzenposten innerhalb der Stadtverwaltung Bornheimer Rat trifft wichtige Personalentscheidungen

Bornheim · Kontinuität und Neubeginn: Während der Stadtrat eine zentrale Personalentscheidung mit großer Mehrheit traf, gab es bei der anderen viele Gegenstimmen.

 Vom Rat gewählt: Alice von Bülow geht in ihre zweite Amtszeit als Sozialbeigeordnete der Stadt Bornheim, Robert Lehmann tritt zum 1. Mai das Amt als Technischer Beigeordneter an.

Vom Rat gewählt: Alice von Bülow geht in ihre zweite Amtszeit als Sozialbeigeordnete der Stadt Bornheim, Robert Lehmann tritt zum 1. Mai das Amt als Technischer Beigeordneter an.

Foto: Susanne Träupmann

Mit zwei Spitzenposten innerhalb der Stadtverwaltung hat sich der Bornheimer Stadtrat jetzt befasst. So bestätigte das Gremium Alice von Bülow als Sozialbeigeordnete. Die 48-Jährige wurde für eine weitere Amtszeit gewählt. Neu im Bornheimer Rathaus ist Robert Lehmann. Der 44-Jährige tritt zum 1. Mai die Nachfolge von Manfred Schier als Technischer Beigeordneter an.

Beide Wahlen fanden in geheimer Abstimmung und „ohne vorherige Absprachen mit den Fraktionen“ statt, wie Bürgermeister Christoph Becker sagte. Beigeordnete sind kommunale Wahlbeamte, deren Amtszeit jeweils acht Jahre dauert.

29 Ratsmitglieder dafür, 17 dagegen

Von Bülow erhielt 29 Ja- und 17 Gegenstimmen. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich. Ihr zweite Amtszeit beginnt Mitte August. Seit 2016 ist die Mutter dreier Kinder als Beigeordnete für das Dezernat 3 der Stadtverwaltung zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören die Bereiche Soziales, Wohnen und Inklusion, Kinder, Jugend und Familie, Weiterbildung sowie Schule und Sport. Für die Mehrheitsentscheidung dankte von Bülow der Politik. „Ich brauche die Rückendeckung. Es sind schwere Zeiten, die uns erwarten“, sagte sie.

Nach der schwierigen Corona-Zeit mit Kita- und Schulschließungen sowie dem Verbot gemeinsamer Sportaktivitäten für Kinder und Jugendliche stehe Bornheim auch in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, so von Bülow. Kita- und Schulbauten sowie die Flüchtlingsunterbringung müssten gestemmt und mit Personal „bespielt“ werden, sagte die studierte Juristin. Verbessert werden müsse auch die Integration und die Inklusion der wachsenden Anzahl älterer Menschen, Alleinstehender sowie von Menschen mit Migrationshintergrund. „Teilhabe soll für alle möglich sein“, so die Beigeordnete.

Der neue Mann für die technischen Ämter

Robert Lehmann wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gewählt. Als Nachfolger von Manfred Schier tritt in große Fußstapfen. Schier geht nach 20 Jahren als Technischer und Erster Beigeordneter in den Ruhestand. Die Funktion des Ersten Beigeordneten übernimmt Kämmerer Ralf Cugaly. Lehmann ist seit 2020 Technischer Beigeordneter der Stadt Frechen. Er hat Geographie und Raumplanung studiert, ein städtebauliches Referendariat beim Land Niedersachsen absolviert und anschließend in verschiedenen Kommunen in den Bereichen Stadtplanung, Bauordnung, Umwelt, Bauverwaltung sowie Hoch- und Tiefbau gearbeitet.

„Ich kenne die vielfältigen Herausforderungen aus den Bereichen Wohnen und Gewerbe, Flüchtlingsunterbringung, Verkehr und der Ertüchtigung und Anpassung an die Infrastruktur“, sagte er. Wichtig sei ihm eine Verzahnung der Themen, besonders mit Blick auf den Klimawandel.

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