Initiative des Ortsvorstehers Breniger klagen über LKW-Verkehr

Bornheim-Brenig · Ortsvorsteher Wilfried Hanft drängt auf Verbotsschilder und eine Ampelanlage. Doch erst muss die Stadt Bornheim eine Planung vorlegen.

 Künftig soll am Breniger Ortseingang eine Ampelanlage stehen. Wilfried Hanft hofft, dass die Pläne rechtzeitig fertig werden.

Künftig soll am Breniger Ortseingang eine Ampelanlage stehen. Wilfried Hanft hofft, dass die Pläne rechtzeitig fertig werden.

Foto: Anne Stephanie Wildermann

Das hohe Verkehrsaufkommen in Brenig ist für die Bewohner nach wie vor eine Belastung. Dies gilt vor allem für die Lkws, die das Dorf als Ausweichroute nutzen, wenn sich auf der Landesstraße 182 (Heimerzheimer Straße, Rankenberg) ein Rückstau von der Kreuzung Grünewaldstraße/L192/ Königstraße bildet. Viele umgesetzte Lösungen, um diese Problematik zu beheben, hat es bisher nicht gegeben. Kein Wunder, dass Ortsvorsteher Wilfried Hanft unzufrieden ist. „Es gibt Begrenzungspfähle an zwei Häusern, die an der Breite Straße stehen“, sagt er. Mehr ist nicht passiert.

Einer der Pfähle wurde an einem Fachwerkgebäude an der Breite Straße/Ecke Vennstraße aufgestellt, weil „dort Lkws in der Vergangenheit das Dach mitgenommen haben“, so Hanft. Der andere Poller aus orangefarbenem Kunststoff steht als Warnsignal ein paar Schritte weiter an der Ecke eines anderen Fachwerkhauses – vor dem Hausdach hängt ebenfalls einer. In dieses ist ein Lastwagen gefahren, als er aus der Küppersgasse kam. Hanft wartet nach eigenen Aussagen seit mehr als einem Jahr darauf, dass ein Schild, das eine maximale Länge von neun Metern für Schwertransporte vorschreibt, an der Küppersgasse/Ecke L182 angebracht wird sowie eines an der L182/Ecke Schornsberg. „Damit dürfen auch keine Gigaliner mehr durch den Ort fahren.“

Eine weitere Lösung soll eine Ampelanlage am Ortseingang von Brenig am Schornsberg sein. Weil quer dazu die L182 verläuft, ist nicht nur die Stadt Bornheim zuständig, sondern auch der Landesbetrieb Straßen NRW. „Die Finanzierung würde über Straßen NRW laufen. Das Geld liegt auch bereit, allerdings ist es nur bis Ende dieses Jahres abrufbar“, weiß Hanft. Die Verwaltung der Stadt Bornheim sei für die Signalplanung zuständig. Vorgestellt wurde bisher nichts.

Laut Rainer Schumann, Sprecher der Stadt Bornheim, wird das fertige Konzept Mitte August erwartet, das aktuell eine Firma erstellt. „Jedoch muss Straßen NRW dieses dann noch prüfen, und erst dann kann es von ihnen auch umgesetzt werden“, sagt Schumann.

Bodenschwellen und versetzte Blumenbeetesollen Raser bremsen

Nach Angaben von Bernd Aulmann, Sprecher bei Straßen NRW für die Regionalniederlassung Ville-Eifel, wartet die Behörde „schon länger auf die Pläne aus Bornheim“. Sie seien auch bereits einmal angemahnt worden. Und: „Sobald sie da sind, können wir mit den Ausschreibungen beginnen. Eine Ampelanlage in dieser Art kostet etwa 30.000 Euro.“

Sollte die Stadt Bornheim die gesetzte Frist nicht einhalten können, werde laut Aulmann das Ampelprojekt für Brenig bis ins Jahr 2019 verschoben. „Andere Projekte werden dann vorgezogen. Allerdings ist die Anlage nicht vom Tisch“, betont er. Dennoch muss sich Brenig wieder hinten anstellen. Hinzu kommt, dass die Anlage nur dann realisiert werden kann, wenn wieder Geld vorhanden ist.

Eine weitere Forderung von Hanft ist, im Ort Schilder aufzustellen, die auf die geltende Tempo-30-Zone hinwiesen. Solche Schilder gibt es nur am Ortseingang beziehungsweise am Ortsausgang. Auch Fahrbahnmarkierungen wie Haifischzähne fehlen. Sie dienen dazu, die Rechts-vor-Links-Regelung an Kreuzungsbereichen zu veranschaulichen. Hanft glaubt, dass die Autofahrer dann das Tempo zumindest ein wenig drosseln würden, weil sie abbremsen müssten.

In der Vinkelgasse wurden zur Verkehrsberuhigung dagegen bereits versetzte Blumenbeete mit gestreiften Baken davor angelegt. Schnell gefahren wird dennoch. Auch der schnurgerade Kummenberg in der Ortsmitte wird von Autofahrern gerne als Rennstrecke benutzt, dabei liegt an der Straße eine Kita. Hier kann sich der Ortsvorsteher Bodenschwellen, sprich Berliner Kissen, oder ebenfalls versetzte Blumenbeete vorstellen. Hanft: „Es sollte vorher was passieren und nicht erst, wenn es zu einem Unfall kommt.“

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