Bornheimer CDU Bürgermeisterkandidatin Petra Heller will frischen Wind in die Verwaltung bringen

BORNHEIM · Mit 100-prozentiger Zustimmung haben die Bornheimer CDU-Mitglieder am Montag Petra Heller zu ihrer Bürgermeisterkandidatin gewählt.

 Gratulation zur Wahl: Petra Heller (M.) mit Norbert Röttgen und Ilka von Boeselager.

Gratulation zur Wahl: Petra Heller (M.) mit Norbert Röttgen und Ilka von Boeselager.

Foto: Roland Kohls

Wie haben Sie Ihre Nominierung gefeiert?
Heller: Mit Familie und Freunden mit einem Glas Sekt zu Hause. Die richtige Feier steigt erst, wenn sich die Bürger am 25. Mai 2014 für mich entschieden haben.

Hatten Sie damit gerechnet, dass die Mitglieder Sie ohne Gegenstimme wählen?
Heller: Nein. Ich war überwältigt. Ein solcher Rückenwind ist eine wertvolle Hilfe.

Wie wollen Sie gegen den erfahrenen Bürgermeister Wolfgang Henseler gewinnen?
Heller: Als Fraktionsvorsitzende im Rat habe ich einen umfassenden Überblick über die Themen. Durch meine unternehmerische Tätigkeit und meinen beruflichen Werdegang habe ich einen anderen Blickwinkel. An der Spitze ist auch unternehmerisches Denken gefragt. Ich möchte frischen Wind in die Verwaltung bringen, zehn Jahre Stillstand sind genug.

Wird Ihr Votum für eine Zweibahnregelung auf der Königstraße Ihnen Stimmen bringen oder Sie Stimmen kosten?
Heller: Wir haben diese Entscheidung getroffen, da wir in den Veranstaltungen des Ortsverbandes Bornheim gemerkt haben, dass die Einbahnlösung in der Bürgerschaft nicht auf breite Zustimmung stößt. Ebenso nehmen wir auch die Sorgen der Geschäftsleute deutlich wahr. Wir halten es für zwingend erforderlich, die seit 2003 veränderten Voraussetzungen zu berücksichtigen. So ist der Peter-Fryns-Platz entgegen der Planung teilweise als Parkfläche vorgesehen. Die prognostizierte Verkehrsberuhigung hat sich im Probebetrieb nicht eingestellt. Dies hat zur neuen Positionierung geführt. Auf den Ort Bornheim bezogen, denke ich, dass wir die Meinung der Bürger widerspiegeln. Auf die gesamte Stadt bezogen, kann ich das nicht beurteilen.

Wie gehen Sie als CDU-Fraktionsvorsitzende mit dem Wissen um, dass sich in Ihrer Fraktion jemand befindet, der in der wichtigsten politischen Frage der vergangenen Jahre, nämlich der Verkehrsführung auf der Königstraße, mit den politischen Gegnern gestimmt hat?
Heller: Unsere Geschäftsordnung kennt keinen Fraktionszwang. Jeder ist seinem Gewissen und den Bürgern verpflichtet. Als gute Demokratin kann ich sehr gut mit anders Denkenden umgehen, auch in der eigenen Fraktion. Zum guten Stil gehört es aber, dies vorher bekannt zu geben.

Wie wollen Sie verhindern, dass dies noch einmal geschieht?
Heller: Das werde ich nicht können. Eine Fraktion ist kein Zusammenschluss von Menschen, die in jeder Frage gleiches Gedankengut haben.

Warum sollen die Bürger Sie ins Bürgermeisteramt wählen?'
Heller: Bornheim ist seit jeher Stammland der CDU. Nach zehn Jahren mit einem SPD-Bürgermeister ist es wichtig, den Wählern eine Alternative aus der CDU anzubieten, die verspricht, die gestörte Kommunikation zwischen Rat, Verwaltung und Bürgern wieder herzustellen. Viele Themen müssen besser moderiert werden, wenn Bürgerbeteiligung nicht nur ein Lippenbekenntnis sein soll.

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