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Obstbaumbestände in Bornheim: BUND kauft Flächen für Naturschutz

Obstbaumbestände in Bornheim : BUND kauft Flächen für Naturschutz

Rund sieben Hektar Land "An der Roisdorfer Hufebahn" kann der NRW-Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nun mit Hilfe der NRW-Stiftung kaufen. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter Vorsitz von Staatsminister a.D. Harry Kurt Voigtsberger. Ziel ist es, diese wertvollen Naturflächen nachhaltig zu schützen.

Bei den Grundstücken handelt es sich teilweise um Brachland oder halb intensiv genutztes Grünland. Dort gibt es noch Reste ehemaliger Streuobstbestände. Dazu gehören etwa "Schneiders Späte Knorpelkirsche" und "Hedelfingers Riesenkirsche", zwischen denen seltene Tierarten wie Gartenrotschwanz und Steinkauz, Kirschprachtkäfer und Halsplattkäfer leben.

Die Streuobstwiesen sind laut BUND für den Naturraum besonders landschaftsprägend, und der BUND möchte nun mit Hilfe der NRW-Stiftung diese Obstbaumbestände mit alten regionaltypischen Sorten - vor allem mit Kirschen - ergänzen.

Rund 2600 Natur- und Kulturprojekte konnte die NRW-Stiftung seit ihrer Gründung 1986 unterstützen. So kaufte der BUND mit Hilfe der Stiftung auch Flächen im Naturschutzgebiet Quarzsandgrube Bornheim-Brenig.

Im Rhein-Sieg-Kreis half sie außerdem dabei, die Biologische Station im ehemaligen Güterbahnhof in Eitorf umzubauen und das Siebengebirgsmuseum in Königswinter einzurichten. Die NRW-Stiftung finanziert ihre Förderungen überwiegend aus Lotterieeinnahmen, Spenden und aus Beiträgen ihrer mehr als 8700 Mitglieder.