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Corona an Europaschule Bornheim: Ganze Klasse muss in Quarantäne

Corona-Fälle in Bornheim : Ganze Klasse an Europaschule muss in Quarantäne

Ein Schüler der Europaschule in Bornheim ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch an einer Bornheimer Kita gibt es einen Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis.

Ein Fünftklässler der Bornheimer Europaschule ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte Schulleiter Eike Brandt dem GA am Mittwoch. Die betroffene Klasse, insgesamt 27 Schüler, sowie weitere Schüler anderer Klassen und Lehrer müssen nun für zwei Wochen in Quarantäne, weil sie als Kontaktpersonen der ersten Kategorie gelten. Am Dienstag hat Brandt die Nachricht vom positiven Testergebnis erhalten. Danach sei entschieden worden, besagte Personen in Quarantäne zu schicken. Noch am Mittwoch sollte es Testungen aller Betroffenen geben. Zugleich versicherte Brandt, dass die Schule alle Vorschriften zu Masken, Abständen und Hygiene einhält. Es gebe auch keine Anzeichen, dass weitere Personen betroffen seien. Der Ausfall der Lehrer solle durch Vertretungsregelungen beziehungsweise Mehrarbeit kompensiert werden.

Auf Anfrage bestätigte der Rhein-Sieg-Kreis, dessen Gesundheitsamt zuständig ist, die Angaben. Kreissprecherin Rita Lorenz sagte, dass neben der Klasse fünf weitere Schüler anderer Klassen sowie zehn Lehrer betroffen seien. Weiter bestätigte sie, dass die Tests noch am Mittwoch erfolgen sollten. Wie berichtet, stehen auch alle Kinder und Erzieher der Bornheimer Kita Weltentdecker unter Quarantäne.

In der Einrichtung hatte eine Mitarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) gearbeitet, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Laut Lorenz sollen an diesem Donnerstag Testungen erfolgen. Eine Awo-Kita in Alfter kann hingegen geöffnet bleiben, weil es dort laut Kreis nur geringfügigen Kontakt gab.

Lorenz bestätigte auch, dass es in einer weiteren Bornheimer Kita einen Mitarbeiter mit positivem Testergebnis gibt. Zwei Gruppen der Einrichtung seien in Quarantäne, Tests sollten am kommenden Montag erfolgen. Detaillierte Angaben machte sie nicht. Nach GA-Informationen handelt es sich um die städtische Kita Rilkestraße.

Aufatmen können Mitarbeiter und Bewohner des Meckenheimer Johanniter-Stifts. Eine Mitarbeiterin der Senioreneinrichtung war Ende Juli positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden alle Bewohner und Mitarbeiter getestet. Die Bewohner durften zudem nicht hinaus und keinen Besuch empfangen. „Alle Tests sind negativ ausgefallen“, sagte Johanniter-Sprecher Georg Hammann. Die Quarantäne konnte aufgehoben werden.

Derweil hat die Stadt Wesseling ein Bußgeldverfahren gegen eine Familie eingeleitet. Grund dafür ist ein Verstoß gegen die Corona-Einreiseverordnung. Wie berichtet, waren Vater, Mutter und vier Kinder aus dem Kosovo nach Wesseling zurückgekehrt. Nach Angaben von Stadtsprecherin Andrea Kanonenberg hatten sich alle Familienmitglieder testen lassen, die Ergebnisse aber nicht abgewartet. Letztlich war das Ergebnis bei der Mutter und zwei Kindern positiv. Die Kinder besuchen laut Stadt die Realschule beziehungsweise das Gymnasium. Folglich mussten mehrere Schüler aus beiden betroffenen Klassen in Quarantäne. Laut Kanonenberg ist der Stadt kein weiteres positives Testergebnis bekannt.

Zum Verfahrensstand äußert sich die Verwaltung nicht, weil dieses noch läuft. Sie weist aber darauf hin, dass in solchen Fällen Bußgelder bis zu 25.000 Euro möglich seien.