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Corona-Schutz: CDU für Impfzentrum in Bornheim

Corona-Schutz : CDU schlägt Areal für Impfzentrum in Bornheim vor

Die Politik wünscht sich ein linksrheinisches Impfzentrum. Der Stadtverband Bornheim der CDU hat dafür ein Areal in Roisdorf im Blick.

Die Bornheimer CDU spricht sich auf Anregung von Ratsherr Rüdiger Prinz für das Areal des ehemaligen Emka-Markts am Roisdorfer Bahnhof als Standort für ein linksrheinisches Impfzentrum im Rhein-Sieg-Kreis aus.  Das leerstehende Gebäude mit dem großen Parkplatz davor biete ausreichend Platz, heißt es in einer Mitteilung der CDU. Das Gebäude gehört zu den Flächen am Roisdorfer Bahnhof, die die Stadt mittelfristig umgestalten und städtebaulich aufwerten will.

Rund  160.000 Bürgerinnen und Bürger des Kreises wohnen linksrheinisch. Das in Rede stehende Gebäude ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr (Eisenbahn, Stadtbahn, Bus) gut zu erreichen. „Darüber hinaus bindet Bornheim mit annähernd 50 000 Einwohnern rund ein Drittel der Bevölkerung des linksrheinischen Kreisgebietes“, heißt es von der CDU weiter.

Unterstützung vom Bürgermeister

Mit der Bitte um Prüfung hat die CDU-Stadtverbandsvorsitzende  und Kreistagsabgeordnete Gabriele Kretschmer diesen Vorschlag an Landrat Sebastian Schuster und den CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Torsten Bieber übermittelt. Auch Bornheims Bürgermeister Christoph Becker sei  informiert worden.

Dieser sagte dem GA auf Anfrage, dass er die Idee grundsätzlich unterstütze. Die linksrheinischen Bürgermeister hätten zudem bereits beim Landrat die Bitte für ein Impfzentrum hinterlegt. Auch ein Bornheimer Arzt sei mit einem diesbezüglichen Vorschlag an ihn herangetreten, so Becker. „Wir müssen so viele Menschen so schnell wie möglich impfen“, sagte er. Je dezentraler, desto besser.

SPD nimmt die Senioren in den Blick

Auch die SPD-Kreistagsfraktion setzt sich für ein linksrheinisches Impfzentrum ein. Ute Krupp, langjährige Rheinbacher Kreistagsabgeordnete, fordert besondere Rücksichtnahme auf die mit oberster Priorität zu impfende Gruppe der Senioren. Diese  könnten nicht alle selbstständig anreisen oder von Angehörigen ins Impfzentrum nach Sankt Augustin transportiert werden. Die Rheinbacher CDU hatte bereits Flächenvorschläge für ein Impfzentrum in ihrer Stadt unterbreitet.

Kreissprecherin Rita Lorenz sagte dem GA, dass der Kreis alles prüfen werde. Zunächst sei der Landrat aber mit Vehemenz dabei, beim zuständigen Land NRW überhaupt die Einrichtung eines zweiten Impfzentrums im Kreis zu erwirken. Wie berichtet, ist das erste Impfzentrum im ehemaligen Kinderherzzentrum der Asklepios-Klinik in Sankt Augustin startbereit.