Spenden und Unterstützen Das steckt hinter der neuen Bornheimer Hilfsorganisation „Futur II“

Bornheim · In Bornheim gibt es mit „Futur II“ eine neue Hilfsorganisation. Diese Menschen stehen dahinter und das möchten sie erreichen.

 Für „Futur II“ im Einsatz (von links): Gottfried Düx und Peter Nettekoven überreichen Spenden an Horst Ziesemer von der Lebensmittelausgabe Lebeka.

Für „Futur II“ im Einsatz (von links): Gottfried Düx und Peter Nettekoven überreichen Spenden an Horst Ziesemer von der Lebensmittelausgabe Lebeka.

Foto: Matthias Kehrein

Im Deutschen wird das Futur II für zweierlei verwendet. Damit wird zum einen ausgedrückt, dass etwas in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Zum anderen wird die Form verwendet, um eine Vermutung über abgeschlossene Ereignisse zu formulieren. Die Zeitform kommt im Deutschen eher selten zum Einsatz. Allerdings dürfte der Begriff „Futur II“ in Bornheim bald öfter zu hören sein. In diesem Fall verbringt sich dahinter eine neue Hilfsorganisation.

Dahinter stehen der Bornheimer Unternehmer im Immobilienbereich, Peter Nettekoven, seine Ehefrau, die Ärztin Elisabeth Hellrung, sowie Kardorfs Ortsvorsteher Gottfried Düx. „Futur II“, das stehe in diesem Fall für die Fragen, wo die Gesellschaft heute stehe, wo sie hinwolle und welche Früchte das Engagement der neuen Hilfsorganisation einmal getragen haben solle, sagt Nettekoven im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Er mache sich zunehmend Sorgen um das gesellschaftliche und soziale Auseinandergehen im Land, so Nettekoven weiter. „Bei vielen Menschen ist noch viel Monat am Ende des Geldes übrig“, sagt er.

Lebensmittel und Lernmaterialien gespendet

Als eingetragene, gemeinnützige Gesellschaft soll „Futur II“ nach den Vorstellungen der drei Menschen dahinter einen Beitrag gegen dieses Auseinanderdriften leisten. „Es geht um eine andere Zukunft und darum, die Zukunft zum Positiven zu verändern“, sagt Nettekoven.

So breit Nettekoven die Ziele der jungen Organisation formuliert, so vielfältig waren die ersten Aktivitäten von „Futur II“: So wurden bereits zweimal Lebensmittel an die Lebensmittelausgabe der evangelischen und katholischen Kirchen in Bornheim und Alfter (Lebeka) gespendet, einmal für Flüchtlinge aus der Ukraine, einmal für hiesige Klienten. Die Nikolaus-Grundschule in Waldorf erhielt Lernmaterial für ukrainische Kinder, und für privat organisierte Kreativkurse für Mütter und Kinder aus dem osteuropäischen Land wurde das Bastelmaterial finanziert. Das erste Projekt von „Futur II“ war laut Düx ein Doppel-Benefizkonzert zugunsten von Flüchtlingen.

Öffentlich-private Partnerschaften denkbar

Dazu ist noch mehr geplant: etwa die Organisation und Unterstützung eines Repair-Cafés im Kardorfer Bürgerhaus oder Fahrradspenden an Bedürftige. Und Nettekoven denkt noch weiter. Er kann sich auch Projekte im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften vorstellen, also eine mögliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bornheim und der „Futur II“-Gesellschaft bei Bauprojekten oder dem Betrieb von Einrichtungen – und das im Sinne einer Gemeinwohlökonomie und nicht auf Profit ausgerichtet, wie Nettekoven betont.

Auch hofft das „Futur II“-Team, eine Inspiration für andere Unternehmer in Bornheim zu sein, sich zu engagieren. Überdies freuen sie sich über Hinweise auf gute Projekte, die eventuell unterstützt werden könnten.

Die Webseite www.futur-2.de befindet sich noch im Aufbau. Wer das Team hinter der Hilfsorganisation erreichen will, kann das per E-Mail an info@futur-2.de tun.

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