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Bildung in Bornheim: Die Jugendakademie Walberberg feiert gleich dreifach

Bildung in Bornheim : Die Jugendakademie Walberberg feiert gleich dreifach

Der neue Trakt der Jugendakademie Walberberg mit acht Zimmern ist jetzt fertiggestellt worden. Bei der Einweihung wurde zudem das 20-jährige Bestehen des Fördervereins gefeiert.

Auch wenn der Um- und Anbau der Jugendakademie Walberberg noch nicht ganz abgeschlossen ist – die Freigabe zur Belegung wird frühestens in vier Wochen erwartet – wurden die Räumlichkeiten jedoch im Rahmen des traditionellen Herbstfestes schon am vergangenen Sonntag eingeweiht.

Unter dem Motto „Begegnung, Besichtigung, Feiern“ konnten die zahlreichen Gäste durch die neuen Zimmer schlendern, manch einer erinnerte sich noch an die eine oder andere frühere Verwendung im ehemaligen Referententrakt. Die Einweihung war nur eines von drei Ereignissen, die die Jugendakademie feierte. So wurde auch an die Gründung des Fördervereins vor 20 Jahren erinnert.

Gratuliert wurden auch Leiter und Geschäftsführer Reinhard Griep und seinem Kollegen im Leitungsteam Alois Finke zu ihren 25- beziehungsweise 35-jährigen Dienstjubiläen. Stolz zeigten sich denn auch Griep und Finke auf die Fertigstellung des neuen Traktes, der im Westflügel, links vom Haupthaus, entstanden ist, indem der Flachbau um eine Etage aufgestockt wurde.

Acht Zimmer für 1,2 Millionen Euro

In einer eineinhalbjährigen Bauzeit wurden für 1,2 Millionen Euro – der Eigenanteil des Hauses beläuft sich auf 85 000 Euro – acht zusätzliche Einzelzimmer, von denen ein Zimmer für Rollstuhlfahrer, ein Begleiterzimmer, entsprechende Sanitärräume sowie zwei Besprechungsräume und eine kleine Teeküche erstellt. Außerdem wurden im gesamten Haus die Elektrizität, Brandschutz und Fluchtwege auf den neuesten Stand gebracht.

Griep dankte in dem Zusammenhang dem Erzbistum Köln, der Aktion Mensch, der Stiftung deutsche Jugendmarke und dem Landschaftsverband Rheinland für die finanzielle Unterstützung. Die Möbel für die Einrichtung stammen vom Katholischen Sozialen Institut aus Siegburg.

„Die Geschichte der Bildungsarbeit kann man an der baulichen Entwicklung sehen. In der Anfangszeit gab es keine Gruppenräume. Der einzige Raum damals war das Foyer“, erzählte Griep. Er machte deutlich, dass die Ansprüche der Teilnehmer gestiegen seien, denn heute möchte Jeder ein eigenes Bad haben.

Eine bedrohte Spezies

Der Um- und Sanierungsbau soll die Jugendakademie fit für die Zukunft machen. „Denn seit den 90er Jahren wurden 55 Prozent der Jugendbildungseinrichtungen geschlossen. Der Prozess schreitet voran. Es gilt eine bedrohte Spezies zu schützen“, sagte Griep. Bei den 39 Zimmern im Altbau gibt es bisher nur acht Einzel- die meisten sind Doppel- oder Mehrbettzimmer. Im zusätzlichen Trakt können Referenten und kleinere Gruppen untergebracht werden.

„Bei 114 Belegbetten zählt die Akademie rund 17 000 Übernachtungen im Jahr und verfügt damit über eine Auslastung von mehr als 80 Prozent“, sagte Hausleiterin Karin Schöneweiß. Die Segenswünsche für die künftigen Bewohner sprach Eva-Maria Antz vom Vorstand des Trägervereins. Manche Neuerungen hat im Laufe der vergangenen Jahre der Förderverein, der ebenfalls am vergangenen Sonntag seinen 20. Geburtstag feierte, zustande gebracht.

Dass die Mitarbeiter auch musikalisch was drauf haben, zeigte der Koch Jörg Kaster, der mit seiner Folkband „Duo Garage and Friends“ auf einer Bühne im Garten stand. Die irischen Songs sang der eine oder andere Zuhörer auch begeistert mit.