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Nach Ärger auf Berner Straße: Die Stadt Bornheim sucht einen Bolzplatz

Nach Ärger auf Berner Straße : Die Stadt Bornheim sucht einen Bolzplatz

Die Anlage an der Berner Straße in Sechtem darf nicht mehr für Ballspiele genutzt werden. Anwohner fühlten sich durch die Spielgeräusche und die Musik der Jugendlichen, die zeitweise bis in den Abend hinein zu hören war, gestört.

In Bornheim-Sechtem leben rund 5300 Menschen. Darunter zahlreiche junge Familien mit Kindern. Für diese hat die Stadt an der Berner Straße mitten im Ort vor Jahren einen Spielplatz angelegt. Dort sollten aber nicht nur die Kleinen im Sand mit Förmchen hantieren. Auch für die Großen existierte ein Angebot. Und zwar ein kleines Feld zum Fußballspielen auf dem hinteren Teil der Anlage. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt, was zum Verdruss bei einigen Anliegern führte: Sie fühlten sich durch die Spielgeräusche und die Musik der Jugendlichen, die zeitweise bis in den Abend hinein zu hören war, gestört.

Ein Anwohner klagte sogar gegen die Stadt Bornheim, die durch die Bereitstellung einer solchen Spielfläche für die Lärmbelästigung verantwortlich sei. Das Verwaltungsgericht Köln gab dem Anwohner Recht. Ebenso das Oberverwaltungsgericht Münster, das die Berufung der Stadt im vergangenen Jahr ablehnte.

Fußballtore abgebaut

Daraufhin baute die Stadt Fußballtore und Bänke ab und beschränkte die Nutzung des Platzes auf Kinder bis zu 14 Jahren. „Das wird auch von unserem Ordnungsaußendienst kontrolliert“, sagt Bürgermeister Wolfgang Henseler, der Verständnis für das Ruhebedürfnis der Anwohner zeigt, aber ebenso der Jugend Entfaltungsmöglichkeiten bieten will.

Deshalb ist die Stadt derzeit auf der Suche nach einem Grundstück für einen Bolzplatz, auf dem die Jugendlichen kicken und sich treffen können, ohne die Nachbarn zu stören. Es liefen Gespräche mit Eigentümern von Flächen im Außenbereich, Richtung Sportplatz, erläutert Henseler. Dort, weitab von der Bebauung, seien keine Konflikte zu erwarten.

Der Bürgermeister verweist auf das Angebot für Jugendliche wie etwa den „Kulturraum“ in Sechtem oder den Jugendbus.