1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Bornheim

Kommentar zum Asbest in Roisdorf: Die Stadt muss handeln

Kommentar zum Asbest in Roisdorf : Die Stadt muss handeln

Nach den jüngsten Geschehnissen in der Grundschule Roisdorf muss eine Sanierung des Gebäudes erfolgen, obgleich das viel Geld kostet.

So kann es mit dem Gebäude der Grundschule in Roisdorf nicht weitergehen. Wenn Kinder ihre Klassenräume zeitweilig nicht mehr betreten dürfen, weil die Gefahr besteht, dass aus Rissen in Wänden Asbest austritt, besteht Handlungsdruck, der über Flickschusterei hinausgeht. Auch wenn die Verantwortlichen betonen, dass bislang keine erhöhten Asbestwerte in der Luft festgestellt worden sind. Schließlich kann jederzeit wieder eine Wand beschädigt werden. Wenn sich die jüngsten Vorfälle aber wiederholen – vielleicht sogar mehrmals – ist es verständlich, wenn Eltern besorgt und verärgert sind. Daher ist es zu begrüßen, dass Bürgermeister Wolfgang Henseler nun angekündigt hat, die Möglichkeit der Sanierung des Gebäudes prüfen zu wollen.

Sicher: Die Kosten dafür können schnell in die Millionen gehen. Und Geld ist bei der aktuellen Haushaltslage der Stadt ganz klar ein Problem. Wenn es aber um das Wohl von Schülern und Lehrern geht, dürfen die Kosten nicht die Hauptrolle spielen. Immerhin ist nicht auszuschließen, dass irgendwann erhöhte Asbestwerte in der Luft festgestellt werden.

Doch selbst wenn sich Verwaltung und Politik letztlich über eine Sanierung verständigen, wird es Jahre bis zur Umsetzung dauern. Daher sollten sich die Verantwortlichen auch mit kurzfristig realisierbaren Übergangslösungen beschäftigen, etwa Container als Übergangsquartier. Das ist allemal besser, als darauf zu warten, dass sich wieder ein Riss auftut, um diesen dann zu flicken.