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Eifelwolf heißt der neue Krimi von Rudolf Jagusch aus Bornheim-Sechtem

„Eifelwolf“ von Rudolf Jagusch : Autor aus Bornheim schreibt neuen Krimi

Warum wurde Reiner Levkus so brutal ermordet? Und was hat der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan damit zu tun? Zum sechsten Mal lässt der Bornheimer Krimi-Autor Rudolf Jagusch die Kommissare Fischbach und Welscher ermitteln. Der neue Roman „Eifelwolf“ ist gerade erschienen.

Rudolf Jagusch legt direkt los. Ohne Vorwarnung wirft der Autor die Leserinnen und Leser ins Geschehen hinein. Dieses spielt auf einem abgelegenen Bauernhof in der Eifel. Dort wurde Rainer Levkus ermordet. Und zwar so brutal, dass Kommissar Jan Welscher beim Anblick der Leiche sein Frühstück nicht bei sich behalten kann.

Auf Details soll an dieser Stelle verzichtet werden. Das sollen die Leserinnen und Leser gemeinsam mit dem zweiten Ermittler, Hotte Fischbach, herausfinden, der kurze Zeit nach Welscher am Tatort erschient. Nur so viel: Das grausam getötete Opfer war einst Bundeswehrsoldat. Hat sein Tod vielleicht etwas mit einem früheren Einsatz in Afghanistan zu tun?

Der sechste Fall von Fischbach und Welscher

Fischbach und Welscher sind erfahrene Ermittler. Bereits zum sechsten Mal schickt Jagusch, der in Bornheim-Sechtem lebende Autor, die Euskirchener Polizisten auf Verbrecherjagd – unter dem Titel „Eifelwolf“, womit sich der Kriminalroman nahtlos in die Fischbach-Welscher-Reihe eingliedert, die Jagusch vor elf Jahren mit „Eifelbaron“ begonnen hatte.

Also wieder die Eifel. Womit Jagusch in einer Reihe mit einigen Autorinnen und Autoren steht, die diesen Landstrich zum Schauplatz von Verbrechen machen. „Die Eifel ist ein Krimiland“, meint Jagusch. Und die Menschen dort seien auch stolz darauf.

Bei allen Regionalkrimis sei es wichtig, sagt der 55-Jährige, die Region richtig zu beschreiben. Wobei natürlich ein wenig künstlerische Freiheit schon sein darf. Aber nicht zu viel. So habe er in einem früheren Buch eine markante Stelle in der Eifel irrtümlich falsch verortet. „Das gab direkt Leserbriefe“, sagt Jagusch. Darum ist der Schriftsteller trotz großer Eifel-Erfahrung auch immer wieder zur Recherche vor Ort.

Auf die Idee für das Bundeswehr-Thema ist Jagusch beim Spielen eines Onlinespiels gekommen. Dabei habe ein Mitspieler über seine vermeintliche Bundeswehrzeit berichtet. Und dann habe er von einem Fall gelesen, der sich so ähnlich ereignet habe, sagt er weiter. Das alles hat Jagusch zu einer spannenden Handlung mit so mancher Überraschung verarbeitet.

Die Handlung entfaltet sich beim Schreiben

Bevor Jagusch mit dem Schreiben beginnt, macht er sich keine großen Gedanken über den genauen Ablauf der Handlung. „Ich habe eine Idee im Kopf und fange an zu schreiben“, erläutert er. Beim Schreiben merke er dann, wenn etwas bei der Handlung nicht passe. Daher sei es auch schon passiert, dass sich eine Handlung ganz anders entwickelt habe, als er es zunächst vorhatte.

Im Fall von „Eifelwolf“ ist ein spannender Krimi herausgekommen, in den auch Leserinnen und Leser einsteigen können, die die früheren Fälle von Fischbach und Welscher nicht kennen. Was man über die Figuren wissen muss, lässt Jagusch in die Handlung einfließen, ohne dass es bemüht wirkt. Sechsmal haben die beiden Ermittler ihr Können nun unter Beweis gestellt. Jagusch hat die Sorge, dass die Figuren irgendwann ausgelutscht sind. Noch können Fans der Reihe aber beruhigt sein. Laut Jagusch soll „Eifelwolf“ nicht der letzte Krimi mit Fischbach und Welscher gewesen sein.

„Ich kann nicht literarisch schreiben“, meint der Autor über sich selbst und betont: „Ich möchte die Leute unterhalten.“ Das ist ihm mit „Eifelwolf“ gelungen. Aber Literatur und Unterhaltung sind ja auch kein zwingender Widerspruch.

Rudolf Jagusch: „Eifelwolf“, Emons-Verlag, 304 Seiten, 13 Euro, ISBN 978-3-7408-1432-8.