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Kommentar zum Nahverkehr im Vorgebirge: Ein bisschen wenig

Kommentar zum Nahverkehr im Vorgebirge : Ein bisschen wenig

Die Stadtbahnlinien 16 und 18 sind wichtige Nahverkehrsverbindungen im Vorgebirge - zu Stoßzeiten überfüllte Bahnen sprechen für sich, meint GA-Redakteur Christoph Meurer. Daher genügt es bei Weitem nicht, die Linie 18 am Wochenende häufiger fahren zu lassen.

Dass Wesseling nicht ohne Weiteres rund 260 000 Euro pro Jahr mehr ausgeben will, ist nachvollziehbar. So viel würde es die Stadt nach eigenen Angaben kosten, sollte die Linie 16 zwischen Wesseling und Bonn in den Hauptverkehrszeiten alle zehn Minuten fahren. Vergleicht man die Summe mit den 96 500 Euro, die Bornheim jährlich mehr zahlen soll, ist es verständlich, dass die Verantwortlichen im Wesselinger Rathaus noch Gesprächsbedarf haben.

Zudem weist Stadtsprecher Peter Adolf zu Recht auf den Umstand hin, dass bei einem dichteren Takt der Linie 16 die Schranken an den Übergängen häufiger geschlossen sind. Mit diesem Problem müssen sich auch die Bornheimer Politiker beschäftigen. So ist etwa die Kreuzung Elbestraße/Mosel᠆straße/Roisdorfer Straße in Hersel bei geschlossener Schranke schon jetzt nicht selten gefährlich verstopft.

Dennoch spricht die Auslastung der Linie 16, vor allem morgens und nachmittags, für eine Taktverdichtung. Wer sich schon einmal in eine überfüllte Bahn gequetscht hat, kann das bestätigen. Verbesserungen muss es auch auf der Linie 18 geben. Sie ist ein zentrales Element im Bornheimer Nahverkehrsangebot. Weite Teile der Stadt werden durch sie direkt – oder indirekt durch Busanbindungen – erschlossen.

Die nun geplante Verdichtung des Takts am Wochenende ist ein erster Schritt, allerdings noch viel zu wenig. Gerade wenn Schüler und Pendler die Bahn nutzen, sind die Wagen oft übervoll. Hier muss noch mehr passieren – um einen durchgängig zweigleisigen Ausbau kommt man eigentlich nicht herum. Für die Reisenden und zur Entlastung der Verkehrssituation ist das gut angelegtes Geld.