Dorfplatz Gielsdorf Ein Treffpunkt für Gielsdorf

Alfter-Gielsdorf · Der Dorfplatz in Gielsdorf ist neu gestaltet: mit einem gepflasterten Boden, einer Bank und einem Pflanzkübel. Viele Helfer aus dem Dorf haben mit angepackt.

Die Gielsdorfer haben mit Hilfe von Sponsoren wie Paul Faßbender (l.) und Ehefrau Margret ihren Dorfplatz umgestaltet. Das freut Vizebürgermeisterin Marie-Luise Wichert (2.v.r.) und Benedikt Kreuzberg (r.), Vorsitzender der Wasserturmfreunde Gielsdorf.

Die Gielsdorfer haben mit Hilfe von Sponsoren wie Paul Faßbender (l.) und Ehefrau Margret ihren Dorfplatz umgestaltet. Das freut Vizebürgermeisterin Marie-Luise Wichert (2.v.r.) und Benedikt Kreuzberg (r.), Vorsitzender der Wasserturmfreunde Gielsdorf.

Foto: Axel Vogel

Wochenlang haben Ehrenamtliche in Gielsdorf Auf der Heide geschuftet, um eine Fläche von 400 Quadratmetern zwischen Wasserturm und dem Vereinsheim der Junggesellen in langwieriger Arbeit von Grund auf zu sanieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Es ist ein Schmuckstück für Gielsdorf”, meinte Alfters stellvertretende Bürgermeisterin Luise Wiechert bei der Einweihung. Dabei betonte sie, dass das Projekt auch ein Ausdruck des engen dörflichen Zusammenhalts Gielsdorfs sei.

Die Sanierung des Dorfplatzes zwischen Wasserturm, Artenschutzturm, Spielplatz und Feuerwehr-Gerätehausw geht auf die Initiative der „Wasserturmfreunde Gielsdorf” zurück, die die Arbeiten gemeinsam mit dem Ortsausschuss, dem Junggesellenverein und der Männerreih im vergangenen August in Angriff nahmen. Mit Baumaterialien, Pflanzen und Arbeitsgeräten unterstützten die Alfererer Firmen Fassbender Tenten, Forster Garten- und Landschaftsbau, Bodo Schucht GmbH und die Gartenbaumschule Fuhs das Projekt.

Viele Helfer

Mehrere Monate lang haben die Helfer jede freie Minute abends und am Wochenende geschippt, ausgeschachtet und Steine verlegt, um rechtzeitig für den Tanz in den Mai fertig zu sein. Das Resultat begeisterte den auch die Besucher. „Viele Gielsdorfer Bürger fanden, dass der Platz nun viel besser nutzbar ist”, freute sich Bendikt Kreuzberg, Vorsitzender des Vereins Wasserturmfreunde, über die positiven Rückmeldungen.

Die Arbeiten waren mühsam. So haben er und seine Mitstreiter den roten Aschenbelag entfernt, den Boden ausgeschachtet, mit Schotter und Splitt verfüllt und anschließend mit 10.000 Steinen gepflastert. „Auf diese Weise kann das Wasser bei normalem Regen gut versickern. Für Starkregen gibt es einen Ablauf, der an den Kanal angeschlossen ist“, erklärte Kreuzberg die nachhaltige und ökologische Konstruktion.

Eine rote Bank, die zum Verweilen einlädt, haben die Junggesellen beigesteuert. Zwei hohe Blumenkübel mit Ahorn und Linde mitten auf Platz sorgen für Gemütlichkeit. Auch die Fläche um den benachbarten Artenschutzturm des Naturschutzbundes (Nabu) haben die fleißigen Helfer mit Wildkräutern bepflanzt und eine niedrige Umrandung aus Holz hergestellt. Darüberhinaus errichteten sie gemeinsam mit dem Nabu ein Insektenhotel.

Spenden und Eigenleistung

Zum Auslgleich für die Pflasterung steht auf dem genüberleigenden Spielplatz seit kurzem nun eine Erle. „Das Projekt wurde allein durch Spenden und Eigenleistung finanziert. Eine Realisierung durch die Gemeinde hätte wohl Kosten in Höhe eines sechsstelligen Betrags verursacht, und so war das eine denkbare Alternative”, sagte Kreuzberg, bevor er mit Paul Faßbender als Vertreter der Faßbender Stiftung und Luise Wiechert das rote Band durchschnitt.

Die nächsten großen Veranstaltungen im neuen Ambiente werden die Klein- und Großkirmes des Junggesellenvereins im Juli und August sein. „Dann können die Besucher endlich in sauberen Schuhen feierrn. Früher war es bei Regen matschig und schlammig, bei trocknem Wetter staubig. Die Zeiten sind zum Glück nun vorbei“, freute sich Kreuzberg.

Klein- und Großkirmes organisieren seit Jahren die Gielsdorfer Junggesellen. Die Kleinkirmes findet auf dem neu gestalteten Dorfplatz am Samstag und Sonntag, 13./14. Juli, am Wasserturm statt. Fassanstich ist am Kirmessamstag um 16 Uhr. Start am Sonntag ist um 12 Uhr. Für Kirmesflair sorgen Kinderkarussell, Schießbude, Entenangeln und Mandelbrennerei. Auch die Vorbereitungen für die Großkirmes, die von Freitag bis Montag, 9. bis 12. August, stattfindet, laufen auf Hochtouren. Die viertägigen Festivitäten starten am Freitag um 19 Uhr mit einer Mallorca-Party. Am Samstag spielt ab 19 Uhr die Band Tacheles. Highlight ist am Sonntag ab 11 Uhr das Junggesellenfest mit dem Auftritt der Kölner Kultband “Räuber“. Der Eintritt ist frei. Am Montag findet ab 15 Uhr der Familientag statt.