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Alten- und Pflegeheims Maria Hilf in Roisdorf: Endlich mehr Platz

Alten- und Pflegeheims Maria Hilf in Roisdorf : Endlich mehr Platz

Nach fünf Jahren ist der 3,5 Millionen Euro teure Umbau des Alten- und Pflegeheims Maria Hilf an der Roisdorfer Brunnenallee nun abgeschlossen.

Ganz groß feierten denn auch am Freitag die Mitarbeiter und Bewohner dieses Ereignis in einem eigens aufgestellten Festzelt auf dem Gelände. Mit dabei waren Vertreter der Stiftung der Cellitinnen und der Marienborn gGmbH als Betreiberin des Heimes, Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler und die Roisdorfer Ortsvorsteherin Gabriele Kretschmer. Symbolisch überreichte Architekt Klaus Zimmer der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Elisabeth Schlösser den goldenen Schlüssel.

„Die Maßnahme war nicht einfach, da wir während des laufenden Betriebes arbeiten mussten“, erklärte Zimmer, Chef des gleichnamigen Architektur-Büros in Neuwied. 3,5 Millionen Euro kostete der Umbau insgesamt. Alle Nasszellen der 83 Einzel- und neun Zweibettzimmer wurden um 25 Zentimeter erweitert, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. „Da mussten die jeweiligen Bewohner für rund drei Monate zu einem Mitbewohner ziehen. Maximal acht Zimmer in einem Strang von oben nach unten konnten wir parallel umbauen“, so Zimmer.

Auf drei Etagen und im Erdgeschoss wurde die gesamte Technik, darunter die Elektro-, Abwasser- und Wasserleitungen, saniert, jedes Stockwerk erhielt einen rund 80 Quadratmeter großen Aufenthaltsbereich mit Speiseraum, und eine neue Brandmeldeanlage wurde installiert. Neue Stahltreppen am Hauptgebäude und an den beiden Seitenflügeln sollen im Ernstfall als Fluchttreppen genutzt werden.

Wer von den Bewohnern künftig Lust auf ein Schwätzchen hat, kann sich in der neuen Cafeteria im Erdgeschoss treffen, wo rund 30 Gäste Platz haben.

Die Arbeiten erfolgten während des laufenden Betriebs

Das Untergeschoss haben die Handwerker komplett entkernt. In den ehemaligen Lagerräumen sind nun verschiedene Mehrzweckräume untergebracht. Die 320 Quadratmeter große Fläche soll künftig für Therapien, zum Basteln oder als Gymnastikraum genutzt werden. Aber auch der Bereich Tagespflege, bisher im Nachbarhaus zu finden, ist nun ebenfalls im Untergeschoss.

226 Baubesprechungen hat Architekt Zimmer mit den Mitarbeitern von Maria Hilf im Laufe der Jahre abgehalten. Zimmer: „Drei Jahre sollte der Umbau ursprünglich dauern. Dadurch, dass wir während des laufenden Betriebes alles umsetzten mussten, brauchten wir einfach länger.“

Seit 1988 befindet sich das Alten- und Pflegeheim Maria Hilf an der Brunnenallee. Damaliger Investor war die Zahnärztekammer Nordrhein, die das Heim an die Stiftung der Cellitinnen zunächst verpachtete. Seit 2010 ist die Stiftung Eigentümerin. 2011 starteten dann die Arbeiten zur Modernisierung.

„Wir feiern das vorläufige Ende der Baumaßnahme“, sprach Dieter Kesper, Leiter der Stiftung, mögliche Maßnahmen in der Zukunft an. Und er zeigte sich dankbar für die Geduld von Mitarbeitern und Bewohnern. Kesper: „Wir hatten in der ganzen Zeit keine Beschwerden und auch keine Belegungsschwierigkeiten.“

Dem konnte Achim Klein, Geschäftsführer der Marienborn gGmbH, nur zustimmen. Klein wies in dem Zusammenhang auf weitere Pläne hin. „Die Außenanlagen und der Parkplatz liegen mir sehr am Herzen.“ Nicht nur baulich hat sich das Alten- und Pflegeheim in den vergangenen Jahren verändert.

2015 hat das Haus auch den ambulanten Pflegedienst aus Brenig übernommen. „Inhaltlich ist es für uns noch Neuland. Trotzdem betreuen wir jetzt schon 270 Patienten, davon allein 100 in Bornheim“, sagte Klein zufrieden.