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Brahmsstraße: Feuer in Mertener Flüchtlingsheim

Brahmsstraße : Feuer in Mertener Flüchtlingsheim

Zu einem Küchenbrand ist es am späten Mittwochabend im Wohnheim für Asylbewerber an der Brahmsstraße in Merten gekommen. Nach Auskunft der Bonner Polizei wurden sieben Personen vor Ort vom Rettungsdienst behandelt, vier kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Die Brandermittler gehen nach derzeitigem Sachstand davon aus, dass das Feuer beim Kochen ausgebrochen ist. Es handle sich nicht um vorsätzliche Brandstiftung.

Wie Ulrich Breuer, Pressesprecher der Bornheimer Feuerwehr, sagte, waren rund 70 Einsatzkräfte mehrerer Löschgruppen vor Ort. Als die Wehrleute gegen 22.40 Uhr an dem Wohnheim eintrafen, in dem laut Stadt 65 Menschen in zwei Mehrfamilienhäusern leben, sei die betroffene Wohnung im ersten Obergeschoss stark verraucht gewesen. Die meisten Bewohner hätten sich bereits ins Freie gerettet, zwei Personen seien mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Haus geführt worden.

Unter Atemschutz löschten die Einsatzkräfte das Feuer. Wie hoch der durch den Brand entstandene Sachschaden ist, könne die Stadt noch nicht abschätzen, sagte Bürgermeister Wolfgang Henseler gestern. Die sechs Personen, die in der Wohnung lebten, würden nun anderweitig untergebracht.

Derweil sind laut Henseler die ersten rund 60 Flüchtlinge in den Unterkünften für Erntehelfer eines Obst- und Gemüseproduzenten in Bornheim untergekommen. Allein diese Woche habe die Stadt erneut mehr als 30 Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Zudem habe sie einen erfreulichen Bescheid der Bezirksregierung erhalten: Für das Jahr 2015 erhalte Bornheim 2,15 Millionen Euro der Kosten für die Unterbringung von dauerhaft zugewiesenen Flüchtlingen erstattet, so Henseler. Das sei deutlich mehr als zu Beginn des Jahres absehbar gewesen sei, sagte der Bürgermeister.