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Freiwillige in Bornheim füllen rund 1000 Sandsäcke

Vorbereitung auf das nächste Unwetter : Freiwillige in Bornheim füllen rund 1000 Sandsäcke

Zur Vorbereitung auf kommende Unwetter haben Freiwillige in Bornheim Sandsäcke gefüllt. Die leeren Säcke waren von weit her ins Vorgebirge kommen.

Das war Akkordarbeit. Elf freiwillige Helfer haben am Mittwoch auf dem Gelände des Stadtbetriebs Bornheim (SBB) Sandsäcke gefüllt. Vier bis fünf Schaufeln Sand ergaben jeweils einen rund elf Kilogramm schweren Sack. Nach Angaben von SBB-Vorstand Ulrich Rehbann sollten an diesem Tag bis zu 1000 Sandsäcke hergestellt werden.

Nach Angaben der Stadt waren durch das Unwetter die gesamten Sandsackvorräte aufgebraucht worden. Also mussten die Reserven aufgefüllt werden. Tatsächlich hätten die Helfer am Mittwoch noch viel mehr Säcke füllen können – wenn es so viel Sand gegeben hätte. Schließlich hat Bornheim rund 51 000 Säcke aus seiner sächsischen Partnerstadt Mittweida erhalten.

Mail an den Oberbürgermeister

Wie Rehbann sagte, habe er am vergangenen Donnerstagabend eine E-Mail an Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber geschickt. „Am Freitag um 10 Uhr kam die Antwort, dass die Leute schon packen würden“, so Rehbann. Im ganzen dortigen Landkreis seien Säcke gesammelt worden. Am Sonntagabend, so berichtet Rehbann, sei dann ein Lkw aus dem rund 500 Kilometer entfernten Mittweida angekommen. „Die Jungs haben dann bei mir übernachtet“, so Rehbann.

Im Sommer 2002 waren Hilfskräfte aus Bornheim beim großen Hochwasser in Mittweida im Einsatz. Nun hat die Vorgebirgsstadt Unterstützung von dort bekommen. „Wir sind froh, dass wir die Säcke haben“, betonte Rehbann. Leere Säcke würde man auch an die Kommunen an der Ahr und in der Voreifel weitergeben.

Aufräumen in Walberberg

Unterdessen ging am Mittwoch das Aufräumen nach dem Unwetter auch im Vorgebirge weiter. Besonders betroffen war etwa der Bereich zwischen Dominikanerstraße, Margaretenstraße und Schwadorfer Kreuz. Dort berichteten Anwohner von den Wassermassen, die sich durch die Straßen gewälzt hatten, aber auch von der unbeschreiblich großen Hilfe unter den Nachbarn sowie von Freiwilligen, die gekommen waren. Man sei „überwältigt“, sagte ein Anwohner. Zugleich fragte er sich, warum bestimmte Bereiche überflutet wurden und andere nicht.