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Naturschutz in Bornheim: Geld für Öko-Projekte

Naturschutz in Bornheim : Geld für Öko-Projekte

Das Engagement des Landschaftsschutzvereins Vorgebirge wird mit dem Regenbogenpreis gewürdigt.

Fraktionsvorsitzender Johannes Bortlisz-Dickhoff hat den mit 500 Euro dotierten „Regenbogenpreis“ an den LSV-Vorsitzenden Michael Pacyna überreicht. Dies geschah vor einer Kulisse, wie sie passender nicht hätte sein können. Nämlich im Schatten des LSV-Aussichtsturms an der ehemaligen Kiesgrube oberhalb von Bornheim und Brenig, in die in den 1980er Jahren Müll gekippt werden sollte. Eine Bürgerinitiative mit Michael Pacyna an der Spitze wandte sich gegen diese Pläne. 1985 entstand daraus der Landschaftsschutzverein. Und der hatte Erfolg: Vor Gericht scheiterten die Mülldeponiepläne.

Das Preisgeld von 500 Euro soll nicht lange in der Vereinskasse schlummern. Wie Pacyna ankündigte, wird der LSV die Summe der Bornheimer Ernst-Jandl-Schule mit dem Schwerpunkt Sprachförderung, die sich in der Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland befindet, spenden.

Rheinspange bereitet Sorgen

Lehrer Marco Hilbers möchte das Geld in diverse Öko-Projekte der Schule stecken. Diese könnten beispielsweise auf den Obstblütenwiesen oberhalb von Bornheim stattfinden. Dort wachsen mittlerweile viele seltene alte Obstsorten, darunter auch viele hochstämmige Bäume, die früher dort charakteristisch waren.

Pacyna verwies mit Stolz auf die Erfolge des Vereins. So habe man die weitere Auskofferung des Villerückens verhindert, die Deponiepläne gestoppt und sich um die Pflege dieser alten Kulturlandschaft gekümmert. Nun aber plagen den Verein große Sorgen, die einen Namen tragen: Rheinspange. Der LSV spricht sich vehement gegen den Bau einen neuen Rheinquerung zwischen der linksrheinischen A 59 und der rechtsrheinischen A 3 aus. Die geplante Verbindung soll den Rhein als Brücke oder Tunnel queren.

Radpendlerroute als Herzensprojekt

Der linksrheinische Brückenkopf soll irgendwo zwischen Godorf und Widdig liegen, der rechtsrheinische auf dem Gebiet der Stadt Niederkassel. Derzeit werden verschiedene Varianten untersucht. Für den LSV ist die Planung grundsätzlich der falsche Lösungsansatz, so Pacyna. Denn neue Straßen zögen mehr Verkehr und neue Baugebiete nach sich, was zu weiteren Versiegelungen der Landschaft führe. Weiter setzt sich der LSV für den Ausbau der Vorgebirgsbahn samt einem Zehn-Minuten-Takt zwischen Köln und Bonn sowie für eine Radpendlerroute durch das Vorgebirge ein.

Die Grünen zeichnen mit dem Regenbogenpreis Initiativen aus, die sich um Inklusion, um Denkmale und um den Erhalt der Natur kümmern. Daher, so sagte Bortlisz-Dickhoff, zeichne man den LSV gerne aus. Die Grünen-Politiker Gabi Deussen-Dopstadt und Ingo Steiner hatten den Verein vorgeschlagen.