Tierverbot in Bornheimer Gemeinschaftsunterkünften „Das Einzige, was mich hier am Leben hält, ist der Hund“

Bornheim · Friedrich Altendorf hat in seinem Leben fast alles verloren. Mit einer geringen Rente hat er auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance. Nun könnte der Bewohner einer Bornheimer Gemeinschaftsunterkunft auch noch seinen Hund verlieren. Ein Dilemma - auch für die Stadt.

Frührentner Friedrich Altendorf lebt mit seinem Hund Maylo in einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft in Bornheim.

Frührentner Friedrich Altendorf lebt mit seinem Hund Maylo in einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft in Bornheim.

Foto: Jan-Oliver Nickel

Friedrich Altendorf begeht an diesem Samstag seinen 59. Geburtstag. Doch die Freude darüber hält sich Mitte der Woche in Grenzen. Durch eine Scheidung verlor er „Haus und Hof“ und auch eine neue Beziehung ging nach 19 Jahren in die Brüche. Seitdem, seit Januar 2023, wohnt er in Bornheim-Waldorf in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft am Donnerbachweg. Geblieben ist ihm nur sein Hund Maylo, doch den könnte er bald verlieren, wie ihm von einer Vertreterin der Stadt mitgeteilt wurde.