Bornheimer Politiker vertagen Entscheidung Hängepartie um Reiterhof

BORNHEIM-ROISDORF · Gut drei Jahre warten Wiebke Hannken und Uwe Heynmöller aus Alfter bereits darauf, eine Genehmigung zum Bau eines Reiterhofs zu erhalten. Und das Warten geht weiter. Erneut hat die Bornheimer Politik keinen Beschluss zu dem Projekt in Roisdorf gefasst.

 Auf diesem Gelände in Roisdorf nahe des Heimatblicks möchten Wiebke Hannken und Uwe Heynmöller aus Alfter einen Reiterhof bauen.

Auf diesem Gelände in Roisdorf nahe des Heimatblicks möchten Wiebke Hannken und Uwe Heynmöller aus Alfter einen Reiterhof bauen.

Foto: Roland Kohls

Einstimmig wurden die dazu gehörigen Tagesordnungspunkte in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vertagt. Das Thema steht nun auf der Agenda der nächsten Sitzung am Mittwoch, 27. Mai. Eigentlich hätte ein Votum zum Reiterhof in dieser Woche getroffen werden sollen, wurde die Entscheidung doch schon aus der Sitzung Mitte April vertagt.

Behandelt werden sollte der Bauantrag von Hannken und

Heynmöller im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Bereits im öffentlichen Sitzungsteil bekundeten die Kommunalpolitiker aber unisono, dass es bis zur Ausschusssitzung nicht genug Zeit gegeben habe, die von der Verwaltung kurzfristig zusätzlich eingereichten Unterlagen fraktionsintern zu besprechen. Grünen-Ratsfrau Andrea Gesell wunderte sich, dass ergänzende Unterlagen gerade einmal eine Stunde vor der Sitzung eingegangen seien. Bornheims Erster Beigeordneter Manfred Schier antwortete, dass dies nicht früher möglich gewesen sei. Man bemühe sich, Unterlagen so früh wie möglich weiterzuleiten.

Für einigen Gesprächsstoff sorgte, dass Heynmöller und Hannken möglicherweise gegen die Stadt vor Gericht ziehen wollen. "Was ist, wenn es zu einer Klage kommt?", fragte Harald Stadler (SPD). Schier zeigte sich entspannt. "Wir gehen davon aus, dass die Anträge unverzüglich bearbeitet worden sind. Das Thema kann auch noch am 27. Mai diskutiert werden." In der Tat hätten die Bauherren die Möglichkeit, eine sogenannte Untätigkeitsklage gegen die Stadt Bornheim einzureichen. Wie Heynmöller allerdings auf Anfrage betonte, habe er noch längst nicht entschieden, ob er den juristischen Weg gehen wolle.

"Mir ist daran gelegen, dass die Ausschussmitglieder gut informiert sind und es mit der Stadt eine einvernehmliche Lösung gibt." Eine mögliche Klage wollte Bürgermeister Wolfgang Henseler auf Anfrage nicht kommentieren. Er betonte allerdings, dass seine Mitarbeiter in engem Kontakt mit Heynmöller stehen. Zugleich sagte er: "Aus der Politik habe ich wahrgenommen, dass am 27. Mai eine Entscheidung getroffen werden kann."

Wie berichtet, planen Wiebke Hannken und Uwe Heynmöller den Bau eines Reiterhofs am Brombeerweg in Roisdorf in der Nähe des Herrenhauses Buchholz und des Heimatblicks. Kritik daran kommt von Umweltverbänden wie dem Landschafts-Schutzverein Vorgebirge. Die Gegner des Bauprojekts sehen durch den Reiterhof eine Gefahr für den Naturschutz am Vorgebirgshang.

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