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Linie 18: Umbau der Station in Dersdorf: Haltestelle soll barrierefrei werden

Linie 18: Umbau der Station in Dersdorf : Haltestelle soll barrierefrei werden

Der Haltepunkt der Stadtbahnlinie 18 in Dersdorf soll barrierefrei werden. Entsprechende Umbaupläne werden zurzeit von der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) vorbereitet.

Die HGK betreibt das Netz der Linie zwischen Hürth und Alfter – ebenso wie das Netz der Stadtbahnlinie 16 zwischen Köln-Rodenkirchen und Hersel.

Bei der Haltestelle in Dersdorf handelt es sich um einen Bahnsteig in Hochlage, den sich die Stadtbahnen nach Bonn und nach Köln teilen. Aktuell führt dorthin nur eine steile Treppe. Zwar bieten zwei eingebaute Betonstreifen die Möglichkeit, Fahrräder, Kinderwagen oder Rollstühle hochzuschieben, von einer Barrierefreiheit kann aber keine Rede sein.

Wie HGK-Sprecher Michael Fuchs erläutert, soll eine 110 Meter lange Rampe mit einer Steigung von sechs Prozent und einem Knick gebaut werden. Startpunkt soll unmittelbar neben der Treppe sein. „Derzeit wird die Genehmigungsplanung erarbeitet“, sagt Fuchs weiter.

In wenigen Wochen soll nun die Genehmigung bei der Bezirksregierung Köln beantragt werden. Die HGK hoffe, bis Ende 2016 eine Plangenehmigung zu erhalten und damit Baurecht zu haben, so Fuchs. Der eigentliche Umbau solle dann in den Jahren 2017/18 erfolgen. Allerdings: „Realisiert werden soll die Rampe in Dersdorf dann zusammen mit den geplanten Bahnsteigmodernisierungen an der Linie 18.“

Einbau einer 110 Meter langen Rampe

Das bedeutet, dass die Bahnsteige im Verantwortungsbereich der HGK beispielsweise eine spezielle Pflasterung erhalten, um Menschen mit einer Sehbehinderung die Orientierung zu erleichtern. Auch soll es elektronische Anzeigetafeln zur Fahrgastinformation geben.

Es mache betriebswirtschaftlich Sinn, diesen Auftrag zusammen mit dem Bau der Rampe in Dersdorf zu vergeben, erklärt Fuchs. Allerdings müsse für die Umrüstung der Haltestellen erst die finanzielle Beteiligung der betroffenen Städte und Gemeinden Hürth, Brühl, Bornheim und Alfter sichergestellt sein. Hierzu liefen derzeit Gespräche zwischen der HGK und den einzelnen Kommunen. Der barrierefreie Ausbau war kürzlich auch Thema im Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises.

Als ein Repräsentant der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen ist der Bornheimer Michael Pacyna, der auch Vorsitzender des Landschafts-Schutzvereins (LSV) Vorgebirge ist, im Beirat vertreten. Dass sich der Beirat damit beschäftigt habe, liege daran, dass die geplante Rampe durch einen geschützten Landschaftsbestandteil, die Böschung, verlaufe, sagt Pacyna. Im Beirat sei einstimmig die Meinung vertreten worden, dass in diesem Fall die Barrierefreiheit Vorrang vor dem Naturschutz habe. Allerdings werde die HGK Ausgleichsmaßnahmen durchführen, so Pacyna.

Darüber hinaus habe er den Vertretern der Häfen und Güterverkehr Köln AG, die in der Sitzung anwesend gewesen seien, eine Bitte mit auf den Weg gegeben. Laut Pacyna ist geplant, dass das Baumaterial auf Teilen der Park-and-ride-Anlage gelagert werden solle. Daher soll sich die HGK nach dem Wunsch Pacynas Gedanken darüber machen, wie aufgrund der dann weniger vorhandenen Parkplätze wildes Parken vermieden werden kann. Die HGK-Vertreter hätten zugesichert, das zu prüfen.