Ehrenamt Heimatpreis in Bornheim verliehen: Das sind die Gewinner

Bornheim · Um dem Ehrenamt mehr Wertschätzung angedeihen zu lassen, stellt die NRW-Landesregierung Kommunen Fördermittel zur Verleihung eines Heimatpreises zur Verfügung. Bornheim hat nun zum fünften Mal drei Vereine damit ausgezeichnet.

 Die Stadt Bornheim hat drei engagierte Vereine mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Neben öffentlicher Anerkennung erhalten die Ehrenamtlichen auch Geld für ihre Projekte.

Die Stadt Bornheim hat drei engagierte Vereine mit dem Heimatpreis ausgezeichnet. Neben öffentlicher Anerkennung erhalten die Ehrenamtlichen auch Geld für ihre Projekte.

Foto: Axel Vogel

In Bornheim hat es schon vor den Feiertagen Anlass für eine festliche Zusammenkunft gegeben: Politik und Verwaltung wollten mit den neuen Preisträgern des Heimatpreises anstoßen. Zum fünften Mal vergab die Stadt die mit insgesamt 5000 Euro dotierte Auszeichnung an Vereine, die sich mit zahlreichen Projekten um Heimat und Brauchtum verdient gemacht haben.

Sechs Vereine hatten sich beworben. Die Entscheidung fiel dem Ausschuss für Sport, Kultur und Ehrenamt nicht leicht. Dessen Vorsitzender Michael Söllheim nahm gemeinsam mit Bürgermeister Christoph Becker die Auszeichnungen vor. Den ersten Preis erhielt der Uedorfer Ortsausschuss. Die zweiten und dritten Preise gingen an den Martinsausschuss Roisdorf und den Förderkreis Historisches Walberberg.

Freude über die Finanzspritze

Große Freude über den ersten Platz und 2500 Euro Preisgeld empfanden der Vorsitzende des Uedorfer Ortsausschusses (OAS) Bernd Marx und seine Vorstandskolleginnen Sylvia Frommholz und Manuela Röttgen. Seit seiner Gründung vor elf Jahren hat der OAS viel für die Ortsentwicklung und -verschönerung und für das örtliche Brauchtum wie den Martinszug getan. Ziel ist stets, den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Dorf zu stärken. So zum Beispiel bei der Pflanzaktion 2020 und 2021, als 40 Freiwillige 400 Hainbuchensetzlinge entlang des Rheinufers pflanzten. „Die Geldspritze können wir gut gebrauchen, da wir uns nur über Spenden finanzieren“, betonte Marx.

Den zweiten Preis nahmen die Vertreter des Martinausschusses Roisdorf entgegen. Im Gefolge dabei war auch der diesjährige Sankt-Martin-Darsteller, Andreas Tillmann. Zweck des Vereins ist es seit der Nachkriegszeit, alle Aktivitäten rund um das Fest des Heiligen zu bündeln. Dazu gehören die Finanzierung des Zuges, die Verteilung von Weckmännern, der Verkauf der Martinslose sowie das Besuchsprogramm. Nach der Flut an der Ahr reiste der Roisdorfer Martin nach Walporzheim und hat dort den Zug angeführt, „um auf diese Weise Solidarität mit den betroffenen Menschen zu signalisieren“, sagte Söllheim.

Ein Verein zum zweiten Mal Preisträger

Den dritten Preis erhielt der Förderverein Historisches Walberberg, der damit zum zweiten Mal seit 2019 – da war der Verein Erstplatzierter – auf dem Siegertreppchen stand. Der 2007 gegründete Verein möchte die historischen Geschehnisse und das Brauchtum rund um Walberberg bewahren, sichern und Einheimischen wie Zugewanderten näherbringen. So haben die Ehrenamtlichen unter anderem das Heimatmuseum und den Natur- und Kulturpfad mit geführten Themenwanderungen auf den Weg gebracht. Außerdem haben sie die Geschichte der Walberberger Juden erforscht, organisieren Ausstellungen und Konzerte und pflegen die Mundart.

Seit 2019 nimmt die Stadt Bornheim am Heimat-Förderprogramm des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teil. Auch im kommenden Jahr wird sich die Vorgebirgskommune um eine Förderung des Landes bewerben – unter modifizierten Auswahlkriterien, die der Rat nun einstimmig genehmigt hat. Die Preisträger für 2023 wurden nach den bisher geltenden Preiskriterien ausgewählt.

Im März 2023 beschloss der Rat, weiter am Landesförderprogramm „Heimatpreis“ für die Periode 2023 bis 2027 teilzunehmen. Bei der Beantragung der Fördermittel für 2023 beanstandete die Bezirksregierung Köln jedoch zum ersten Mal mangelhaften Heimatbezug der Preiskriterien. Daher hat die Verwaltung sie für die kommenden Jahre überarbeitet. Die neue Regelung gilt für Bewerbungen ab 2024.

Die eingereichten Projekte und Aktionen müssen stets Bezüge zur Heimat haben. Stichworte können sein: moderner Heimatbegriff, gemeinsame Heimat aller Bornheimer, junge Heimat für Kinder und Jugendliche, Stadtgeschichte oder kulturelles Erbe, Heimat nachhaltig gestalten. Eingereichte Projekte, Aktionen oder Beiträge müssen mindestens eine der genannten Kategorien abdecken.

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