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Hobbyfotograf aus Hersel nimmt seinen Ort in den Fokus

Ausstellung in der Bücherei St. Aegidius : Hobbyfotograf aus Hersel nimmt seinen Ort in den Fokus

Was macht Hersel besonders? Dieser Frage ist der Hobbyfotograf Stephan Simon ist nachgegangen. Was dabei herausgekommen ist, ist nun in einer Ausstellung zu sehen.

Hersel, ein Ort wieder jeder andere im Rhein-Sieg-Kreis? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Schließlich hat jeder Flecken etwas, das ihn einzigartig, das ihn zur Heimat macht: Gebäude, Plätze und natürlich die Menschen.

Das Besondere im Alltäglichen zu finden: Dieser Herausforderung hat sich der in Hersel lebende Hobbyfotograf Stephan Simon gestellt. Herausgekommen ist eine Fotoserie, die ab Sonntag, 24. Oktober, in der katholischen öffentlichen Bücherei St. Aegidius zu sehen ist – und dem Titel „Hersel ungeschminkt –ein Dorf im Umbruch“.

Bahnhof, Kiesgruben und Baustellen

Zuerst habe er die schönen, fotogenen Seiten der Ortschaft abgelichtet, sagt Simon: etwa die Aegidius-Kirche und den rosa gestrichenen Pavillon an der Kreuzung Rheinstraße/Richard-Piel-Straße.

Später sei es schwieriger geworden: „Wie fotografiert man den Herseler Bahnhof, Kiesgruben und Baustellen so, dass sich die Herselerinnen und Herseler das auch anschauen wollen?“ Gerade auf die Spannung zwischen Alt und Neu habe er sich beim Fotografieren konzentriert, so Simon, der seit 2008 mit seiner Familie in Hersel lebt und beruflich bei einer Entwicklungshilfeorganisation für Wasserprojekte in Afrika zuständig ist.

Neben dem öffentlichen Raum hat der Hobbyfotograf auch Menschen aus Hersel in den Fokus genommen. Simon: „Ich hatte das Vorhaben annonciert und teilweise die Herselerinnen und Herseler, die ich in vielen Fällen nicht persönlich kannte, direkt angesprochen.“ Für beide Seiten sei es ein Experiment gewesen. Wie dieses ausgegangen ist, kann ab Sonntag in der Bücherei bestaunt werden.

Die Ausstellung „Hersel ungeschminkt – ein Dorf im Umbruch“ wird am Sonntag, 24. Oktober, um 12 Uhr in der Bücherei St. Aegidius, Rheinstraße 200, eröffnet. Danach ist sie bis Sonntag, 31. Oktober, zu sehen. Die Bücherei ist dienstags und donnerstags, 17 bis 18 Uhr, sowie sonntags, 10 bis 12.30 Uhr, geöffnet. Ebenso können die Bilder nach Anmeldung gesehen werden: ☏ 01 77/9 69 13 02.