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Kaffeefahrt nach Walberberg: IHK sieht keinen unlauteren Wettbewerb

Kaffeefahrt nach Walberberg : IHK sieht keinen unlauteren Wettbewerb

Die Kaffeefahrt in ein Walberberger Restaurant, die in der vergangenen Woche vom Bornheimer Ordnungsamt kontrolliert wurde, beschäftigte nun auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg.

Da das Ordnungsamt die Einladung zur Kaffeefahrt als möglichen "unlauteren Wettbewerb" einschätzte, prüfte die IHK das Anschreiben der Agentur Böhme. Das Ergebnis: Sie sieht darin keinen unlauteren Wettbewerb.

"Allein für sich genommen, ist die Werbung nicht unlauter", sagt Detlev Langer von der IHK. Es werde von Treuepaketen für die Teilnehmer in Höhe von 3500 Euro gesprochen.

"Dabei ist nicht gesagt, ob ein Treuepaket 3500 Euro wert ist oder alle Pakete zusammen", so Langer. Rechtlich dagegen vorgehen könne man erst, wenn die Teilnehmer die versprochenen Waren nicht bekommen: "Dann brauchen wir eine eidesstattliche Versicherung eines Teilnehmers, denn erst dadurch wird die Sache greifbar."

Das Ordnungsamt stoppte die Kaffeefahrt einer Gruppe aus dem rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis nicht, da es sich zum Zeitpunkt der Kontrolle um eine Werbe-, keine Verkaufsveranstaltung gehandelt habe. Der Veranstalter brach die Fahrt dann aber ab.

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Kaffeefahrten. "Diese sollen in erster Linie die Kasse des Verkäufers zum Klingeln bringen", heißt es auf deren Internetseite. Außerdem wird vor der Qualität der Waren gewarnt, die auf solchen Veranstaltungen meist "überteuert oder minderwertig" sei. "Die Verantwortung liegt auch bei den Teilnehmern einer solchen Fahrt, nicht auf die bekannten Strickmuster hereinzufallen", sagt Langer.

Hinweise zu Kaffeefahrten gibt die Verbraucherzentrale NRW unter www.vz-nrw.de/Kaffeefahrten-Viele-falsche-Versprechungen.