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Besucherzahlen 2017: Immer weniger Badegäste im Bornheimer Schwimmbad

Besucherzahlen 2017 : Immer weniger Badegäste im Bornheimer Schwimmbad

Der Stadtbetrieb hat die Besucherzahlen des Bornheimer Hallenfreizeitbad für 2017 vorgelegt. Die Besucherzahlen gehen kontinuierlich zurück. Hauptproblem ist die Freibadsaison.

Die Besucherzahlen im Bornheimer Hallenfreizeitbad gehen deutlich und kontinuierlich zurück. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Stadtbetrieb Bornheim (SBB) in der jüngsten Sitzung seines Verwaltungsrats vorgelegt hat. Der SBB betreibt das kombinierte Hallen- und Freibad an der Rilkestraße in Bornheim-Ort.

Besuchten im Jahr 2015 genau 195 732 Menschen das Bad, waren es 2016 noch 191 627 Personen sowie 2017 dann nur noch 188 752 Gäste. Ein genauerer Blick in die Zahlen zeigt indes starke Schwankungen zwischen den Monaten. So kamen beispielsweise im März 2017 15 878 Gäste, was einer Steigerung von 36,3 Prozent gegenüber März 2016 (11 645 Besucher) entspricht. Genau andersherum sieht der Vergleich von August 2017 (15 815 Gäste) zu August 2016 (25 925 Besucher) aus. Hier beträgt der Rückgang 39 Prozent.

„Die Zahlen sind weniger zurückgegangen als befürchtet“

Nach Ansicht von Stadtbetriebsvorstand Ulrich Rehbann sähe es ohne besondere Veranstaltungen wie Sauna-Aktionstage, der Girl's Night, dem Bornheim-Tag oder dem Hundeschwimmen indes noch schlechter aus. „Die Zahlen sind weniger zurückgegangen als befürchtet“, sagte er in der Verwaltungsratssitzung. Als Gründe für den Rückgang müsse man unter anderem den demografischen Wandel und ein damit verbundenes anderes Nutzungsverhalten annehmen, meinte er.

Das Konzept des Bades stimme, das Hauptproblem sei nach wie vor die Freibadsaison, so Rehbann: „Das kriegen wir nicht in den Griff.“ Der SBB plane nun, mehr Schwimmkurse anzubieten. Eine Poolparty beim Bornheim-Tag – an diesem Tag haben alle Bornheimer freien Eintritt – wird es laut Rehbann in diesem Jahr nicht geben. Zum einen sei die Resonanz in den vergangenen Jahren nur gering gewesen, zum anderen habe sich weiterhin kein Sponsor gefunden.

Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler meinte, dass man die Besucherzahlen mit Blick auf Schulferienzeiten und Wetterbedingungen betrachten müsse. Während der Schulzeit blieben die Kinder heute länger in der Schule, was auch Vereine spürten. Die Stadt brauche für das Hallenfreizeitbad ein entsprechendes Angebot und eine Vermarktungsstrategie, führte Henseler weiter aus. Eine Absage erteilte er dem Vorschlag von Paul Breuer (ABB), Kooperationen mit Alfter und Wesseling zu überlegen. Er könne sich nicht vorstellen, wo es dafür einen Ansatz geben könnte, so Henseler.

Letzte Sanierung vor 17 Jahren

Ute Kleinekathöfer (SPD) wollte wissen, ob sich der Stadtbetrieb schon einmal grundlegende Gedanken über weitere Attraktivitätssteigerungen gemacht habe. Dazu führte Rehbann aus, dass es in den vergangenen Jahren bereits einige Verbesserungen gegeben habe – etwa bei den Schwimmbecken und der Saunalandschaft. Überdies werde derzeit ein neues Beleuchtungskonzept erarbeitet, um die Atmosphäre im Bad zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu senken.

Die letzte grundlegende Sanierung des Hallenfreizeitbads ist laut Stadtbetriebsvorstand Rehbann bereits 17 Jahre her. Seiner Ansicht nach kommt man nicht darum herum, bald einen Gutachter zu beauftragen, um die gesamte Anlage einmal unter die Lupe zu nehmen.