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Neues für den Schulhof: Kletterturm für die Europaschule in Bornheim

Neues für den Schulhof : Kletterturm für die Europaschule in Bornheim

Zum Abschluss der Schulhoferneuerung der Europaschule eröffnet Bürgermeister Wolfgang Henseler die neue Boulderanlage.

Nein, im neuen Kletterturm auf dem Schulhof der Europaschule ist kein großer Magnet eingebaut. Trotzdem übt der 3,20 Meter hohe Koloss in Form einer Zisterne eine geradezu magische Anziehungskraft auf die Schüler aus. Pause für Pause strömen die Mädchen und Jungen aus ihren Klassenzimmern geradewegs auf die neue Attraktion zu und versuchen, den Turm mit einem Volumen von 18.600 Litern und einem Außendurchmesser von drei Metern auf immer neuen Wegen zu erklimmen.

„Bouldern“ nennt der Profi das Klettern ohne Sicherung in Absprunghöhe – ein Sport, der bei Jugendlichen immer beliebter wird. Auch die Europaschüler wünschten sich eine Kletterwand – und die Stadt setzte diese Idee um. Am Dienstag wurde die 75 000 Euro teure Anlage im Beisein von Bürgermeister Wolfgang Henseler, der Beigeordneten Alice von Bülow, Schulamtsleiter Willi Over, Wolfgang Paulus und Gregor Tollens vom Umwelt- und Grünflächenamt sowie Schülervertreter Alexander Thomas und dem stellvertretenden Schulleiter Andreas Kreutzer offiziell eröffnet.

„Mit der Boulderanlage wird der Schulhof jetzt noch attraktiver werden“, freute sich Henseler. Der Turm befindet sich auf einem 520 Quadratmeter großen Areal, das mit Kunstrasen ausgekleidet wurde. „Rasensofas“ rund um den Turm laden zum Chillen ein, die gepflanzten Bäume sollen im Sommer Schatten spenden. Außerdem wurden auf dem Schulhof die Sitzgelegenheiten erneuert, die Außenbeleuchtung auf LED umgestellt und die Quarterpipe auf der Skateranlage zur Halfpipe ausgebaut. Henseler: „Der Schulhof bietet jetzt eine gelungene Mischung aus Bewegungsangeboten und Bereichen, in denen man entspannen kann.“

Mit der Eröffnung der Boulderanlage findet das Gesamtprojekt der Schulhoferneuerung seinen Abschluss. Zum Hintergrund: Durch den Bau der Förderschule und der Turnhalle des LVR war es laut Stadt zunächst unmöglich, die damalige Skateranlage und das Kleinspielfeld hinter der städtischen Turnhalle zu verlegen. Durch den Verkauf und die Ausgleichszahlungen des LVR konnte aber der finanzielle Grundstock für die neuen Spielanlagen auf dem Schulgelände gelegt werden. Mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept wurde die Gesamtanlage nicht in einem Rutsch realisiert, sondern es wurden seit 2012 immer wieder Teilprojekte umgesetzt. Es entstanden ein Kleinspielfeld, eine Skateranlage und ein Trimm-dich-Parcours, der durch eine Elterninitiative finanziert wurde.