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Kommunalwahl: Nathalie Sanchez Friedrich will Bornheimer Bürgermeisterin werden

Kommunalwahl in Bornheim : Nathalie Sanchez Friedrich will Bornheimer Bürgermeisterin werden

Die parteilose Nathalie Sanchez Friedrich vertritt einen alternativen Ansatz, und hat eine klare Meinungen zu den Corona-Regeln.

Für die parteilose Kandidatin Nathalie Sanchez Friedrich stehen in der Politik nicht wirtschaftliche Interessen, sondern der Mensch als „körperlich-seelisch-geistiges Wesen“ im Vordergrund. Was das bedeutet, erklärt ein Blick in ihre Lebensgeschichte. „2013, 2014 gab es Phasen mit rheumatoider Arthritis, wo ich nicht mal mehr Treppen steigen konnte. Ich war unheilbar krank“, erinnert sie sich. Damit wollte sie sich nicht abfinden und suchte nach den Ursachen.

Geholfen haben soll ihr unter anderem intensive Hypnose. „Innerhalb von drei Wochen waren alle Beschwerden weg. Ich bin heute kerngesund.“

Heilung durch Lebensmittel

Ihren Gebärmutterhalskrebs hat sie nach eigener Aussage mit Lebensmitteln geheilt, deren Enzyme den Zellen helfen, sich zu regenerieren, wie Brokkoliextrakt. Entscheidend sei es, Traumata, die den Körper von der Selbstheilung abhalten, zu finden und zu lösen, erklärt die 52-Jährige.

Daraus erwuchs ihr zufolge eine Leidenschaft, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten. Als Bürgermeisterin würde sie daher eine Beteiligungsplattform für Bürger einrichten, mit der diese aktiv mitbestimmen können.

Sie will den Stadtkern am Peter-Fryns-Platz beleben, generationsübergreifende Begegnungsräume schaffen und Klimaschutz vorantreiben. Was sie von ihren Gegenkandidaten unterscheidet? „Menschlichkeit.“

Aus einer katholischen Familie

Als Mädchen aus einer katholischen Familie aus Buschdorf besuchte Sanchez Friedrich die Ursulinenschule in Hersel. Nach der Trennung von ihrem Mann zog es die gebürtige Kölnerin vor zwanzig Jahren dann zurück in den Rheinort. Ihre freie Zeit verbringt sie mit ihrer 26-jährigen Tochter, ihrem Hund Rubio oder in der Natur.

Eigentlich wollte die gelernte Bankkauffrau Psychologie studieren, „aber ich bin aus einem sehr konservativen Elternhaus“, berichtet sie. Doch sie bereue die getroffene Wahl nicht. „Das sind Erfahrungen, die ich heute nicht mehr missen möchte.“ Später absolvierte sie nach eigener Aussage neben ihrem Beruf viele Weiterbildungen zu Gesundheitsthemen wie Hypnose. Bei der Sparkasse ist sie seit zehn Jahren als Referentin Organisation im Projektgeschäft tätig, nebenberuflich coacht sie Unternehmen und Privatpersonen.

Verschwörungstheorien lehnt sie ab

Elternpflegschaft, Personalrat, Gewerkschaft, Charity-Gruppe – sie habe sich überall beteiligt. Ihre solidarische Ader, Zuspruch aus der Bevölkerung und die Corona-Krise haben demzufolge ihre Kandidatur ausgelöst. Sanchez Friedrich empfindet die Corona-Maßnahmen der Regierung als unverhältnismäßig und entmündigend. „Wir sind auf dem Weg in die DDR 2.0“, findet sie, weil die Maßnahmen nicht kritisch genug diskutiert würden.

Das Wort „Verschwörungstheorien“ lehnt sie entschieden ab. „Es geht auch um meine Reputation“, betont sie und untermauert ihre Ansichten mit Daten und Studien, teilweise von renommierten Instituten.

Sie treibe die Sorge um ihre Mitmenschen an: „Es geht mir darum, dass die Menschen auf den Demos gehört werden“, so Sanchez Friedrich.