Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Literaturkurs organisiert eine "Poetry Slam Night"

BORNHEIM · Wortgewandt, witzig, ernsthaft, politisch und musikalisch gestaltete sich am Mittwoch die vierte "Poetry Slam Night" am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.

 Auf der Bühne: Insgesamt neun Jugendliche traten bei dem Dichterwettstreit auf.

Auf der Bühne: Insgesamt neun Jugendliche traten bei dem Dichterwettstreit auf.

Foto: Wolfgang Henry

"Nachdem wir mit dem Kurs einen Poetry Slam besucht hatten, waren wir uns alle einig, dass wir unbedingt auch einen an unsere Schule veranstalten sollten", sagte Schüler Vincent Wickert. Und so organisierte, moderierte und gestaltete der Literaturkurs der Jahrgangsstufe Q1 unter der Leitung von Elisabeth Peters den Abend auf und hinter der Bühne.

Neun Jugendliche hatten die unterschiedlichsten Texte für die knapp 150 Gäste vorbereitet, die auf Sitzkissen oder Stühlen Platz nahmen und gespannt auf den Beginn warteten. "Der einzige Zweck eines Poetry Slams ist die Unterhaltung des Publikums ohne Hilfsmittel, nur durch die Stimme des Akteurs" - mit diesem Satz gab Moderatorin Franziska Pütz, die von Tristan Scharf unterstützt wurde, die Bühne frei. Den Anfang machte Benedikt Hartmann, der einen Monolog über die beeindruckenden Eigenschaften eines Stuhls hielt.

Nachdenklich machte die Darbietung von Vera Obernosterer, die den Titel "Neulich" trug und die Facetten des Lebens beschrieb. "Neulich war es bedenklich, denn niemand bleibt jung. Körperlich ist es vergänglich, aber seelisch unendlich", erklärte sie. Eine Mischung aus Rap und Gedicht präsentierte David Rücker unter der Überschrift "Mosaik". Rücker beschrieb das Leben eines Mannes, dem alles egal zu sein scheint und der die Menschen um sich als wertlos betrachtet. Politisch ging es schließlich bei Niklas Freudenstein mit der Beschreibung eines Sozialstaats aus unterschiedlichen Perspektiven zu.

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