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Neubaugebiet Rösberg: Anwohner müssen Flächen für Straßenbau abgeben

Neubaugebiet in Rösberg : Anwohner müssen Flächen für Straßenausbau abgeben

In Rösberg entsteht ein Neubaugebiet. Laut Bornheimer Stadtverwaltung ist dafür ein Straßenausbau notwendig. Darum könnte es aber Ärger geben.

Jahrelang wurde beraten und geplant, nun steht fest, dass die Einwohner des Bornheimer Stadtteils Rösberg neue Nachbarn bekommen werden. Kurz vor der kommunalpolitischen Sommerpause hatte der Stadtrat einstimmig – drei Ratsmitglieder der Grünen hatten sich der Stimme enthalten – den Bebauungsplan für ein kleines Neubaugebiet in der Verlängerung des Rütterswegs in Richtung Hemmerich beschlossen.

Rund 55 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und zwei Mehrfamilienhäusern sollen dort entstehen. Dazu will sich der Investor nach Angaben der Stadt an der Kita beteiligen, die auf dem früheren Rösberger Sportplatz gebaut werden soll.

Rüttersweg soll ausgebaut werden

So mancher Anwohner des Rütterswegs, zwischen Eifelstraße und Metternicher Straße, dürfte über die finale Entscheidung für das Neubaugebiet nicht glücklich sein. Der (nicht ausgebaute) Rüttersweg soll zur Erschließungsstraße für das neue Wohngebiet und dafür ausgebaut werden.

In der Vergangenheit hatten Anwohner diese Pläne gegenüber dem General-Anzeiger kritisiert. Der geplante Ausbau sei überdimensioniert, hatte es geheißen, und man sei nicht bereit dafür, Flächen von den eigenen Grundstücken abzugeben. Daran führt nach Ansicht der Stadt aber kein Weg vorbei.

„In einer Variantenuntersuchung zur Erschließung des neuen Wohngebiets wurde nachgewiesen, dass die Erschließung über den Rüttersweg die geeignetste Variante darstellt“, sagt Bornheims Pressesprecher Rainer Schumann. Der Rüttersweg sei bislang nur provisorisch hergestellt worden, verfüge über keine gesicherten Gehwege und stehe bereits seit längerer Zeit zum Ausbau an.

Investor würde die Kosten übernehmen

Laut Schumann sollen dafür bis auf eine Ausnahme alle Anlieger Flächen abgeben. „Der geplante Ausbau ist bereits auf das mindestnotwendige Maß beschränkt worden. Weitere Verschmälerungen sind nicht möglich“, sagt er.

Was also tun? Flächen verkaufen und Anliegerbeiträge für den Straßenausbau bezahlen? Nicht unbedingt. „Der Investor hat sich bereit erklärt, den Ausbau des Rütterswegs für die Anlieger kostenfrei durchzuführen, sofern die hierfür erforderlichen Grundstücksteile freiwillig und kostenfrei abgegeben werden“, sagt Schumann.

Bei einem Ausbau durch die Stadt würden hingegen Erschließungsbeiträge fällig. Schumann: „Die Übernahme von zehn Prozent der Kosten durch die Stadt und 90 Prozent durch die Anlieger ist gesetzlich durch das Baugesetzbuch geregelt.“ Nach seinen Angaben befinden sich die für den Ausbau notwendigen Grundstücke noch nicht im Besitz der Stadt. Es würden weiterhin Gespräche mit den Anliegern geführt.