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Einschulung trotz Corona: Nikolaus-Schule in Bornheim begrüßt 56 Erstklässler

Einschulung trotz Corona : Nikolaus-Schule in Bornheim begrüßt 56 Erstklässler

Am Donnerstag haben die Grundschulen in der Region trotz der starken Hygiene-Auflagen ihre Erstklässler begrüßt. An der Nikolaus-Schule in Waldorf ersetzten Videos und Briefe Aufführungen und Reden.

Ein bisschen sah man den Mädchen und Jungen die Aufregung an, als sie einzeln und unter Applaus die Bühne in der Aula der Nikolaus-Schule erklommen. Aber auch die Freude, schließlich stand für sie am Donnerstag „Einschulung“ auf dem Stundenplan. Damit der erste Tag ihrer Schullaufbahn trotz Corona ein ganz besonderer wird, hatte alle Beteiligten viel Mühe in die Vorbereitung gesteckt. Wegen der Hygiene-Auflagen konnte sich niemand auf alte Routinen verlassen.

„Die Einschulung ist immer ein ganz besonderer Tag im Leben eines Kindes und seiner Eltern. Diesen Tag so schön wie möglich zu gestalten, ist das Anliegen jeder Grundschule. Dass es in diesem Jahr nicht leicht werden würde, war uns schon lange klar“, sagte Schulleiterin Petra Domscheit. Auf den traditionellen Gottesdienst in der Kirche und eine Feier mit der ganzen Schulgemeinde inklusive Aufführungen in der Aula musste die Schule verzichten.

Stattdessen wurden die 56 i-Dötzchen, die sich jahrgangsübergreifend auf die Klassen 1 bis 4 verteilen, nacheinander in fünf Gruppen eingeschult. Der Segensgruß von Pfarrer Eckhart Altemüller und Pfarrer Silvio Eick kam per Brief und Video, inklusive einem kleinem Geschenkbuch für die Neulinge. Die Aufführung, die die älteren Kinder traditionell zeigen, hatten sie schon vor den Ferien gefilmt – so wurde ihre Gesangsdarbietung als Video Teil der Zeremonie.

„Alle in einem Boot“ lautet das Schulmotto. Domscheit war es deswegen wichtig, auch am Donnerstag jedes Kind einzeln im „Schulboot“ willkommen zu heißen. Auf der Bühne wurden die Erstklässler statt von der ganzen Klasse von Patenkindern begrüßt – erfahrene Schüler, die die Neulinge in der ersten Zeit unterstützen. Verbunden durch bunte Tücher gingen Patenkinder und Erstklässler anschließend in die Klassenräume, wo sie die erste Unterrichtsstunde erlebten.

Das gemütliche Kennenlernen im Musikraum für die Eltern fiel aus. Während ihre Kinder in den Klassenräumen waren, mussten sie an den durch Hütchen markierten Plätzen in der Aula bleiben. Immerhin: Dort gab es im Austausch gegen ihre Kontaktdaten Wasser und Obst. Und Zeit für Antworten auf ihre Fragen – zum Beispiel, welche Klasse welche der sechs Eingangstüren ab sofort nutzen sollen. Kurze Zeit später konnten die Eltern ihre Kinder draußen an der richtigen Tür wieder in Empfang nehmen.

„Super schön gemacht“, fand Mutter Romy Gerber die Zeremonie. Ihr Sohn Arian gehört nun zur „Froschklasse“. Einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, sei nicht komisch für ihn gewesen. Die Eltern hätten sich an die Abstandsregeln gehalten. „Wir als Eltern haben die kürzere Veranstaltung als sehr angenehm empfunden. Ich finde, sie haben sich sehr viel Mühe gegeben. Und ich glaube, dass den Kindern das sehr gut gefallen hat – Arian kennt es ja nicht anders“, sagte sie. Der Fünfjährige sei sehr stolz gewesen, von den Großen entgegengenommen zu werden.

„Manche Eltern haben gefragt, warum wir das nicht jedes Jahr so machen“, sagte auch die Schulleiterin. Generell gelte im Moment: „Man muss ungeheuer kreativ sein und sehr viel Zeit aufbringen, um neue Formate und Abläufe zu denken. Das macht alles aufwendiger. Es ist allerdings fantastisch zu erleben, wozu ein Team, das funktioniert und das motiviert ist, in der Lage ist.“