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Wettbewerb in Bornheimer: Noah Burghoff-Hernández gewinnt Jugendkunstpreis

Wettbewerb in Bornheimer : Noah Burghoff-Hernández gewinnt Jugendkunstpreis

Das Schwarz-Weiß-Porträt einer „Marmeladenverkäuferin in Griechenland“ von Noah Burghoff-Hernández ist der bester Wettbewerbsbeitrag des Bornheimer Jugendkunstpreises. 26 Schüler zwischen zwölf und 19 Jahren hatten Werke eingereicht.

„Das Foto besticht durch pure Menschlichkeit“, sagte Jurorin Angelika Swiderek. Einer der vielen Gründe, der die Jury des zweiten Bornheimer Jugendkunstpreises dazu bewogen hatte, Noah Burghoff-Hernández' schwarz-weiß Portrait „Marmeladenverkäuferin in Griechenland“ zum besten Wettbewerbsbeitrag zu küren.

Mit seiner Spiegelreflexkamera hatte der 17-Jährige, der in diesem Jahr sein Abitur am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium abgelegt hat, das wissende Lächeln in dem von Falten durchzogenen Gesicht der alten Frau in seiner ganzen Lebendigkeit eingefangen. Nicht leicht fiel der Jury die Bewertung der 30 Kunstwerke, die von 26 Bewerbern im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren eingereicht worden waren. Am Samstag wurden sie im Ratssaal des Bornheimer Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. „Es ist der Hammer, was ihr jungen Menschen könnt“, brachte es Swiderek auf den Punkt. Neben der Kunstlehrerin, die an der Bornheimer Europaschule unterrichtet, gehörten der Mertener Maler Peter Stock und die Vorjahressiegerin des Jugendkunstpreises, Katja Kokisch, der Jury an.

Um junge Talente zu fördern, hatte das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) den Kunstwettbewerb für Jugendliche zum zweiten Mal organisiert. Nachdem die erste Auflage im vergangenen Jahr mit 18 Teilnehmern bereits ein voller Erfolg gewesen war, freute sich das Organisationsteam unter Federführung von Jennifer Keil, Sarah El-Zayat und Vanessa Gittel über die rege Beteiligung. „Der Jugendkunstpreis soll Jugendlichen eine Plattform bieten, um ihre künstlerischen Fähigkeiten zu präsentieren und sich untereinander auszutauschen“, so die Initiatoren.

Sonderpreis für Ölgemälde

Über den zweiten Platz konnte sich Denise Baudach (17) aus Troisdorf-Bergheim freuen, die Schülerin der Herseler Ursulinenschule ist. Ihr mit Kugelschreiber gezeichnetes Werk „Der Schlaf der Vernunft“ hatte die Jury tief beeindruckt.

Den dritten Patz belegte Hajar Sabbah (17) mit ihrem Foto „Die Wissenschaftliche Absonderung von Welt und Erde“. Hier begeisterte sich die Jury für Stil, Licht und Stimmung der Aufnahme, die „zum exakt richtigen Zeitpunkt“ entstanden ist. Einen ganzen Tag hatte die Schülerin in der Nähe von Alfter zugebracht, um in den frühen Abendstunden im richtigen Moment auf den Auslöser ihres Handys zu drücken.

In der Kategorie „Sonderpreis“ entschied sich die Jury für ein Ölgemälde mit dem Titel „Jesus“ von Dila Bayar (18). Dotiert waren die Preise mit Beträgen zwischen 75 und 200 Euro. Bürgermeister Wolfgang Henseler machte den Organisatoren und den Künstlern ein „Riesenkompliment“. Letzteren bescheinigte er neben großem Talent auch eine große Portion Mut: „Der Schritt, seine Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, ist gar nicht so einfach.“ Zugleich lobte er die Arbeit des KiJuPas und warb dafür, sich zu engagieren. „Wir brauchen die Ideen von Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt“, sagte der Bürgermeister.