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„Parents for Future“ kritisieren Bornheimer Stadtrat

Kein Sitz im Fachausschuss : „Parents for Future“ kritisieren Bornheimer Stadtrat

Da die „Parents for Future“ keinen Sitz im Mobilitätsausschuss bekommen, kritisieren sie den Bornheimer Stadtrat deutlich.

Die Umweltaktivisten „Parents for Future“ („Eltern für die Zukunft“) kritisieren die Entscheidung des Bornheimer Stadtrats, ihnen keinen Sitz im Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungsausschuss einzuräumen. Wie berichtet, hatte sich der Rat auf Antrag der FDP in geheimer Abstimmung so über eine Entscheidung des Ausschusses hinweggesetzt. Eigentlich sollten die „Parents for Future“ einen beratenden Sitz ohne Stimmrecht bekommen.

„Leider hat es der Rat an dieser Stelle verpasst, die Unterstützung engagierter Bürger in die Kommunalpolitik einzubinden“, sagt Martin Koch von den „Parents for Future“. Der Mobilitätsausschuss habe mit der Rheinspange sowie dem Ausbau von öffentlichem Nah- und Fahrradverkehr große  Themen vor sich.

Grünen kritisieren FDP

„Durch eigene Expertise im Bereich Mobilität und die Vernetzung der ‚Parents for Future’ hätten wertvolle Impulse und erfolgreiche Konzepte aus vergleichbaren Kommunen direkt in die Ausschussarbeit eingebracht werden können“, so Koch. „Dass der Rat kein Interesse an unserer Unterstützung hat, ist absurd und problematisch“, ergänzt Astrid Costard von den „Parents“.

Wie berichtet, hatten 26 Ratsmitglieder in geheimer Abstimmung gegen den Sitz im Mobilitätsausschuss votiert. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Matthias Kabon hatte zu einem Antrag im Rat erklärt, dass er nicht verstehe, warum die „Parents for Future“ als loser Zusammenschluss einen Sitz in dem Ausschuss haben sollten, die Fridays-for-Future-Bewegung aber nicht. 

Grünen-Sprecher Markus Hochgartz kritisiert das Vorgehen der Liberalen. „Die Sorge sich auf der Fachebene mit einer Gruppe und deren Argumenten auseinandersetzen zu müssen, die eine deutlich konträre Meinung zu der eigenen vertritt, zeigt wenig Souveränität“, sagt Hochgartz.  Aber auch die anderen Ratsmitglieder, die dagegen gestimmt haben, sollten  sich fragen, warum sie sich nicht fachlich mit dieser Gruppe auseinandersetzen wollen.