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Bahnverkehr in Bornheim: Pläne für neuen Haltepunkt „Bornheim West“ vom Tisch

Bahnverkehr in Bornheim : Pläne für neuen Haltepunkt „Bornheim West“ vom Tisch

Die Chancen für einen zusätzlichen Stopp der Linie 18 in Nähe des geplanten Neubaugebiets am Hexenweg in Bornheim stehen schlecht.

Aus einer neuen Stadtbahnhaltestelle „Bornheim West“ zwischen den Stationen „Dersdorf“ und „Bornheim“ wird vorerst nichts. Im Zuge der Planungen für das Neubaugebiet rund um den Hexenweg hatte der Stadtrat im Juni 2015 auf Antrag von CDU und FDP einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Haltepunkts der Linie 18 zur Anbindung der neuen Wohnsiedlung erstellen zu lassen. Jetzt lagen dem Stadtentwicklungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung Angebote für eine solche Studie vor. Das Vorhaben sei nun aber mit Beschluss des Gremiums vorläufig zurückgestellt worden, sagte Bürgermeister Wolfgang Henseler auf GA-Nachfrage.

„Die Chancen für einen zusätzlichen Haltepunkt in dem Bereich werden als sehr gering eingeschätzt“, erläuterte er. Den nahegelegenen Haltepunkt in Dersdorf wolle die Häfen und Güterverkehr (HGK) bekanntlich barrierefrei ausbauen (der GA berichtete). Auch die in der anderen Richtung liegende Haltestelle in Bornheim sei gut ausgestattet und gut erreichbar.

Der Stadt sei signalisiert worden, dass es „mehr als schwierig“ würde, auf so kurzer Entfernung einen zusätzlichen Haltepunkt zu errichten. „Daher macht es keinen Sinn, jetzt Geld für eine Machbarkeitsstudie anzupacken“, meinte Henseler.

Vielleicht könne man sich in ein paar Jahren, wenn das Baugebiet entwickelt sei, noch mal Gedanken machen, ob sich ein weiterer Haltepunkt lohne. Zu bedenken sei aber auch, dass jede weitere Station auf der bereits langen Strecke der Linie 18, die zwischen Bonn und Köln verkehrt, zeitliche Verzögerung mit sich bringt. Die neue Wohnsiedlung sei aber ab dem Hellenkreuz auch gut an den Busverkehr angebunden, zudem werde die Buslinie 633 nach Sechtem fortgeführt.

Bis im Bornheimer Westen Häuser stehen, wird es noch dauern. Das Bebauungsplanverfahren für die circa 21 Hektar große Fläche rund um den Hexenweg läuft noch. Rund 200 Wohneinheiten möchte die Stadt bis voraussichtlich 2019/2020 realisieren. Geplant sind Einfamilien-, Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sowie eine Kindertagesstätte.