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Breitbandausbau in Bornheim: Registrierung für schnelles Internet ist bald möglich

Breitbandausbau in Bornheim : Registrierung für schnelles Internet ist bald möglich

Die Telekom steht kurz davor, die erste Phase des Ausbaus des Glasfasernetzes in Bornheim abzuschließen. Eine Registrierung für die zweite Phase ist somit bald möglich. Doch es gibt eine Bedingung.

Mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde durchs Netz surfen – dieser Traum wird für einige Bornheimer langsam Realität. Mit dem Versprechen, ein Glasfasernetz inklusive Hausanschlüssen zu verlegen, war die Deutsche Telekom 2018 in Bornheim angetreten. Der Ausbau hatte sich aus verschiedenen Gründen immer wieder verzögert, doch nun steht die erste Phase des Glasfaser-Pilotprojekts laut Telekom kurz vor dem Abschluss. Für Bornheimer im Gebiet der zweiten Ausbauphase (siehe Text „Pilotprojekt der Telekom“) heißt das, dass sie sich bald für einen Hausanschluss anmelden können.

■ Wie weit sind die Arbeiten?

„Der Tiefbau ist zu 90 Prozent fertig. Die letztere größere Maßnahme wird gerade in Dersdorf ausgeführt. Ansonsten stehen höchstens kleinere Baustellen für Korrekturen an Fahrbahndecken oder Gehwegen an“, sagte Thomas Benders, Verantwortlicher für den Baufortschritt bei der Telekom, in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Ferner sei rund die Hälfte der Hausanschlüsse verlegt. Die Haushalte würden nicht zwangsläufig der Reihe nach angeschlossen. Aber: „Niemand, der einen Vertrag abgeschlossen hat, wird vergessen“, versprach er.

Mitte August sollen Kunden in Hersel, Uedorf und Bornheim-Ort mit dem versprochenen Gigabit pro Sekunde surfen können. In Brenig, Botzdorf und Dersdorf gehe die Telekom wegen der Verzögerungen von Ende Oktober aus.

■ Warum hat der Ausbau sich verzögert?

Ursprünglich sollte die erste Phase Ende 2019 abgeschlossen sein. Wie berichtet, musste sich die Telekom zwischenzeitlich von einer der drei Tiefbaufirmen trennen, die das Glasfasernetz verlegen, weil sie nicht die Qualitätsansprüche erfüllte. „Wir haben auch gelernt, dass das Trenching-Verfahren nicht mit jedem Boden funktioniert“, sagte Benders. Beim Trenching fräst eine Maschine einen schmalen Grat in die Straße, die dadurch nicht großflächig geöffnet werden muss. „Das konnten wir nicht im geplanten Umfang nutzen.“ Die Corona-Pandemie habe zusätzlich zu Unsicherheiten bei Auftragnehmern und Kunden geführt, was für weitere Verzögerungen gesorgt habe.

■ Was hat die Telekom daraus gelernt?

„Es ist sehr wichtig, dass wir uns auf die Partner stützen, mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben“, betonte Benders. Auch wolle sich das Unternehmen vor der nächsten Verlegung noch enger mit der Stadt abstimmen.

■ Wann beginnt die zweite Ausbauphase?

„Wir sind gerade in die technische Planung für die zweite Phase eingestiegen“, berichtete Benders. Diese werde mehrere Wochen in Anspruch nehmen, danach werde die Telekom auf die Stadt zugehen. Damit der Ausbau weitergehen kann, müssen circa 2700 Nutzer einen Vertrag abschließen, also rund 20 Prozent der Haushalte, sagte Telekom-Regionalmanager Frank Pischke. Da keine Förderung von außerhalb involviert sei, wäre der weitere Ausbau gescheitert, sollte diese Zahl nicht zustande kommen. Pischke geht laut eigener Aussage aber davon aus, dass der Wert erreicht wird.

■ Wie sieht die zweite Phase bisher aus?

Die Vermarktungsphase, in der sich Kunden aus den entsprechenden Orten für einen Anschluss registrieren können, soll Pischke zufolge circa drei Monate dauern. Laut Benders will die Telekom die zweite Ausbauphase in zwei Abschnitten umsetzen. Welche Orte zu den Bereichen A und B gehören, sei bereits definiert, aber nicht, mit welchem begonnen werde. Ab Baubeginn rechne er mit circa 18 Monaten Bauzeit. Start soll noch dieses Jahr sein.