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Verkaufscenter an der A555: RKG will für rund 15 Millionen Euro zwei neue Center bauen

Verkaufscenter an der A555 : RKG will für rund 15 Millionen Euro zwei neue Center bauen

Der Bonner Mercedes-Händler Rheinische Kraftwagen Gesellschaft (RKG) will im Gewerbepark Bornheim-Süd auf einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern ein Nutzfahrzeug- sowie ein Gebrauchtwagencenter errichten. Die Bauanträge liegen laut der Stadt Bornheim vor.

Geschäftsführer Stefan Salbeck spricht von einem "Filetgrundstück" direkt an der Autobahn 555 im bestehenden Gewerbegebiet mit einer "sehr guten Infrastruktur". Rund 15 Millionen Euro investiere das Unternehmen für die Erweiterung. Bis zu 100 Arbeitsplätze soll der neue Standort laut Salbeck bieten, an den auch das Herseler Pkw- und Nutzfahrzeugcenter ziehen.

Auf einer Fläche von 25 000 Quadratmetern werde das Service-Zentrum für Nutzfahrzeuge entstehen, "das auch von der Autobahn aus gesehen wird", so Salbeck. 7000 Quadratmeter seien für das Gebrauchtwagencenter vorgesehen. Auf der restlichen Fläche wolle das Unternehmen ein Bürogebäude sowie ein Gebrauchtfahrzeugcenter für Transporter errichten. Auch die noch in Bonn angesiedelten Autovermietungen sollen nach Bornheim ziehen. An der Bornheimer Straße in Bonn hat die RKG seit 1977 ihren Firmensitz. Sie beschäftigt nach eigenen Angaben circa 450 Mitarbeiter.

"Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres mit dem Bau beginnen können", sagt der Geschäftsführer weiter. Für das vierte Quartal 2016 sei dann der Start des Geschäftsbetriebs geplant. Was mit dem frei werdenden Grundstück in Hersel passiere, stehe noch nicht fest, sagt Salbeck. Eine Option sei, es zu verkaufen.

Das Grundstück, das die RKG erworben hat, liegt hinter dem Baumarkt Bauhaus im Teil Bornheim-Süd des interkommunalen Gewerbeparks mit Alfter. Auf dem Gebiet der Nachbarkommune zwischen der Alexander-Bell-Straße und der Umgehungsstraße L 183 n sind inzwischen die ersten drei Grundstücke verkauft: Ein Cateringunternehmen, eine Baufirma und ein Großhandelsbetrieb sind nach Auskunft von Joachim Strauß, Prokurist der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (WFG) Bornheim, die ersten Betriebe, die sich in Alfter Nord ansiedeln werden.

Im Oktober 2014 war der interkommunale Gewerbepark offiziell eröffnet worden. Die Gemeinde Alfter hat die Entwicklung und Erschließung des Gebiets Alfter Nord auf die Stadt Bornheim übertragen, weil ihr die nötigen Ressourcen fehlen. Bornheim hat im Gegenzug mit dem Kreisel an der L 183 n einen zweiten Einstieg ins Gewerbegebiet Bornheim-Süd erhalten. Mit den ersten drei Grundstücksverkäufen im Park Alfter Nord sind laut Prokurist Strauß 8500 der insgesamt 20 000 Quadratmeter, die auf Alfterer Gebiet für die Vermarktung zur Verfügung stehen, vergeben. Es gebe auch weitere Interessenten, sagt er. Ein Gastronomiebetrieb habe bereits eine Bauvoranfrage gestellt.