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Vorbereitungen zur Landtagswahl in Bornheim: Schüler fragen, Politiker antworten

Vorbereitungen zur Landtagswahl in Bornheim : Schüler fragen, Politiker antworten

Das Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium hat für diesen Freitag eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl mit den Kandidaten des Wahlkreises Rhein-Sieg III im Forum organisiert.

Wenn in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai eine neue Landesregierung gewählt wird, werden die Schüler des Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums dieses Ereignis besonders interessiert verfolgen. Schließlich haben sie selbst den Kandidaten des Wahlkreises Rhein-Sieg III, der den gesamten linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis umfasst, gründlich auf den Zahn gefühlt.

An diesem Freitag, 20. Januar, werden sich die Politiker Folke große Deters (SPD), Oliver Krauß (CDU), Wilhelm Windhuis (Bündnis 90/ Die Grünen), Jörn Freynick (FDP), Jürgen Weiler (Piraten) und Michael Lehmann (Die Linke) ab 14 Uhr im Forum des Gymnasiums den Fragen stellen, die den Mädchen und Jungen unter den Nägeln brennen.

„Der Schwerpunkt der Diskussion soll auf der Bildungspolitik liegen“, erklärt Lehrer Stefan Schüller, der die Podiumsdiskussion gemeinsam mit seinen Kolleginnen Alina Warkentin, Saida Lakhloufi und Mitgliedern der Schülervertretung (SV) vorbereitet hat. Zu einer Talkrunde à la Anne Will soll die Diskussion aber nicht geraten. „Dazu haben wir erstens nicht die technischen Möglichkeiten, und zweitens sollen die Politiker auch Zeit haben, ihre Positionen zu erläutern, ohne unterbrochen zu werden.“

Zwei Minuten Redezeit werden jedem Parteivertreter pro Frage in wechselnder Reihenfolge zugestanden. Die Fragen, die von den Vertretern der SV gestellt werden, stammen von Acht- bis Zwölftklässlern. „Die Schüler haben sich im Politik- oder Sozialwissenschaftsunterricht mit den Themen befasst und durften daraufhin Fragen einreichen“, sagt Schüller, Lehrer für Sozialwissenschaften, Politik und Erdkunde. „Diese haben wir gesammelt und nach Themen zusammengefasst.“

Besonders die Zukunft der gymnasialen Oberstufe treibt die Schüler um. Aber auch die Inklusion, die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die Erweiterung des Schülertickets auf ganz NRW stehen auf dem Zettel. Geplant sind fünf bis sechs Fragerunden. Wie ihre Positionen bei den Schülern ankommen, können die Landtagskandidaten übrigens umgehend feststellen – denn nach der Diskussion dürfen die Schüler „wählen“.

Eine Pflichtveranstaltung ist der Termin nicht. Dennoch hoffen Schüller und das Vorbereitungsteam auf viele Teilnehmer. „Eltern oder Interessierte sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen.“

Der General-Anzeiger gibt jungen Leuten ein Forum im Landtagswahlkampf: Beim Projekt „Deine Stimme zählt“ werden „Schüler-Abgeordnete“ von ihren Mitschülern nach Düsseldorf delegiert, um dort in einer Wahlarena mit Spitzenpolitikern des Landes ihre Forderungen und Positionen zu diskutieren.