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Feuerwehr im Einsatz: Spaziergängerin findet giftige Schlange in Bornheim

Feuerwehr im Einsatz : Spaziergängerin findet giftige Schlange in Bornheim

Eine giftige Hakennasennatter hat am Samstag die Feuerwehr in Bornheim auf den Plan gerufen. Eine Spaziergängerin hatte das Tier in einer Box gefunden.

Mit einem nicht alltäglichen Einsatz hatte es die Löschgruppe Merten der Bornheimer Feuerwehr am Samstag zu tun: Am späten Nachmittag wurden die Kräfte zu einer technischen Hilfeleistung in Merten alarmiert. Vor Ort hatte eine Spaziergängerin an einer Bushaltestelle eine abgestellter Box entdeckt. Der Inhalt: eine lebendige Schlange. Die Frau verständigte sofort die Feuerwehr.

Nach eigenen Recherchen vor Ort wurde die Fundschlange als giftige Hakennasennatter identifiziert. Nach Rücksprache mit der Leitstelle wurden mehrere Stellen zur Aufnahme der Fundschlange kontaktiert, um diese dort abgeben zu können.

Das Tier wurde schließlich von einem Züchter in Rösrath angenommen und im Anschluss an den Einsatz dort hingefahren.

Auf den Vorfall aufmerksam geworden, ordnet Moritz Laszlo, Mitglied der Interessengemeinschaft Gefahrtierhalter (IGG), die Gefährlichkeit der Schlange ein: „Tatsächlich ist das von der Hakennasennattern (Heterodon nasicus) abgegebene Gift so schwach, dass die Art nicht unter das Gifttiergesetz NRW fällt.“ Ihm seien keine Fälle bekannt, in denen Menschen nach einem Biss dieser Schlangenart einen Arzt aufsuchen mussten. „Das Toxin einer Honigbiene ruft stärkere Symptome hervor“, betont Laszlo.

Das Gifttiergesetz gilt laut Laszlo seit 2021 und verbietet die Neuanschaffung bestimmter giftiger Schlangen, Spinnen und Skorpione. Bis heute gebe es in Deutschland jedoch keinen dokumentierten Fall, in dem ein unbeteiligter Dritter von einem Gifttier verletzt wurde.

(wrm/wkh)