Wegen Facebook-Beitrag SPD zeigt Thorsten Knott an

BORNHEIM · Die Bornheimer SPD-Mitglieder Wilfried Hanft und Ute Kleinekathöfer haben Anzeige wegen Nötigung gegen Thorsten Knott erstattet. Der ist unterdessen aus der FPD ausgetreten.

Wie berichtet, hatte der ehemalige FDP-Ratsherr auf seiner Facebook-Seite "Probebetrieb Bornheim" einen Beitrag veröffentlicht, in dem unter anderen stand: "Ich empfehle keinem Vertreter von SPD, UWG und Grünen einen Besuch des Bornheimer Weihnachtsmarkts. Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere jetzt härtere Bandagen anlegen wird."

Es sei eine Grenze überschritten worden, sagte Kleinekathöfer. "Sachargumente können gerne ausgetauscht werden, aber alles geht nicht." Das sieht Christian Koch, Fraktionsvorsitzender der FDP, ähnlich: Es sei wichtig, dass man seine Position vertrete, aber es dürfe nicht in Drohungen ausarten. "Das ist nicht der Stil der FDP."

Auf seiner Facebook-Seite verkündete Thorsten Knott daraufhin am Freitagmorgen seinen Austritt aus der FPD:

"Ich bin heute aus der FDP ausgetreten. Da sich dieser aus meiner Sicht notwendige Schritt für mich so anfühlt, als sei ein guter Freund gestorben, bitte ich um Respekt und darum, von Bekundungen jeglicher Art abzusehen.

Die Entscheidung hat nichts mit Bundespolitik zu tun. Der neuen Parteiführung wünsche ich viel Erfolg. Im Herzen bleibe ich Liberaler und werde den Weg der FDP mit Neugier verfolgen. Für mich geht Loyalität und Freundschaft über alles. Entweder mache ich etwas ganz, oder gar nicht. Mein Austritt erfolgt ausschließlich aus persönlichen Gründen.

Von Nachfragen bitte ich daher abzusehen. Auskünfte gegenüber der Presse werde ich nicht erteilen. Allen, die mich in der Vergangenheit unterstützt haben, danke ich von Herzen. Ich bleibe politisch aktiv und engagiere mich weiter für meine Heimat."

Laut Knott ist sein Beitrag missverstanden worden. Das bedaure er. "Wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich jemanden bedrohen wollte, dann entschuldige ich mich", sagte Knott. Laut seinem Rechtsanwalt müsse sein Beitrag aber als freie Meinungsäußerung gewertet werden.

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